HCI steht mit dem Rücken zur Wand und hat die Wut im Bauch

Im vierten Play-off-Viertelfinale heißt es für den HC Innsbruck heute (17 Uhr) gegen die Vienna Capitals: fliegen oder siegen.

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Von Tobias Waidhofer

Innsbruck –Nach der 4:7-Niederlage des HC Innsbruck im dritten EBEL-Viertelfinal-Play-off-Spiel in Wien haute Norbert Ried in die Tasten. Der Haie-Vorstand formulierte eine Mail an die Liga, um seinen Unmut kundzutun.

Denn nachdem es ja schon bei der epischen Overtime-Niederlage am Dienstagabend Aufregung (sieben Mann am Eis beim Wiener Siegtreffer) gab, mussten die Haie auch am Freitag wieder einige fragwürdige Entscheidungen schlucken. Das Gefühl der Benachteilung sei „generell da“, erklärt Ried. „Wir wissen, dass wir der David aus dem Westen sind. Und wir wollten diese Rolle mit Ehre und Stolz füllen, aber das spricht gegen jedes Fairplay.“

Dass beim Wiener Treffer zum 2:1 ein Foul an Haie-Goalie Andy Chiodo übersehen wurde, lässt Ried schäumen. „Im ersten Spiel (0:5, Anm.) hat es genau dieselbe Aktion auf der anderen Seite gegeben. Da wurde auf Behinderung entschieden.“

Realistisch gesehen, wäre ein Viertelfinal-Erfolg gegen die Liga-Dominatoren aber auch unter anderen, besseren Umständen einem Wunder gleichgekommen. Das weiß auch Ried: „Wien ist das Maß aller Dinge.“

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Heute (17 Uhr, live Servus TV) heißt’s für die Haie also: fliegen oder siegen. „Ich bin überzeugt, dass wir gewinnen“, gibt sich Vorstand Ried optimistisch. „Wir werden alles mobilisieren, um noch einmal nach Wien zu fahren.“

Der Aufruf an die Tiroler Eishockey-Fans ist klar: „Noch einmal ein ausverkauftes Haus wäre toll. Das hätte sich die Mannschaft verdient.“ Das findet auch Trainer Rob Pallin: „In den vergangenen Tagen ist verdammt viel passiert, das ganze Team musste viele Rückschläge hinnehmen. Der Charakter des Teams ist unglaublich.“


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