Lienz: Bau für Bergretter-Basis und Outdoor-Center ist voll im Gang
Der verspätete Spatenstich soll in Kürze erfolgen. Bereits im Juli wird das Center of Outdoor Lienz seine Tore öffnen. Die Bergrettung Lienz will im Spätherbst in den neuen Stützpunkt übersiedeln.
Von Claudia Funder
Lienz –Die Weichen für zwei Bauprojekte, die auf Grundstücken der Stadt Lienz in der Pfister realisiert werden und zu einem Ensemble wie aus einem Guss wachsen sollen, waren bereits im Oktober 2015 gestellt worden. Der Gemeinderat winkte die Baurechtsverträge und die erforderlichen Widmungen für den neuen Stützpunkt der Bergrettung Lienz und das Center of Outdoor Lienz des Unternehmens Cool’s durch – die TT berichtete. Laufe alles nach Plan, könne im Frühjahr 2016 mit dem Bau gestartet werden, hieß es damals.
Noch offene Fragen in puncto Finanzierung und der Hürdenlauf um alle erforderlichen Genehmigungen zwangen das Projekt jedoch in die Warteschleife. Ein Kraftakt, der viel Geduld und Verhandlungsgeschick erforderte.
Was lange währt, wird endlich gut. Nun ist nicht nur behördlich und finanziell alles in trockenen Tüchern, sondern auch bereits der Startschuss zum Bau gefallen. Der Holzbau aus Fertigelementen für das Sportcenter war binnen kurzer Zeit aufgestellt. Armin Prenn von der Firma Cool’s freut sich, dass auch bezüglich Wasser-Ein- und -Ausstiegsstelle alles unter Dach und Fach ist. Cool’s will neben Rafting auch Canyoning, eine Kajakschule, Bogenschießen, Bouldern und einen Gastronomiebetrieb anbieten – und zwar schon in dieser Sommersaison. „Unser Bau soll Mitte Juni fertig sein“, verrät Prenn. „Wir wollen im Juli aufsperren.“ Er ergänzt, dass er der Stadt für die Unterstützung dankt, aber auch dem TVB Osttirol und dem Wasserbauamt, welche die Einstiegsstelle ermöglicht haben.
Länger dauern wird es bis zur Fertigstellung des neuen Stützpunktes der Bergrettung Lienz. Die bürokratischen Mühlen mahlten langsam. Aber auch hier konnte der Bau bereits starten, die Bodenplatte ist vor Ort schon sichtbar.
Nach intensiven Verhandlungen war die Finanzierung der neuen Bergrettungszentrale – Kosten: knapp 583.000 Euro – endlich aufgestellt. Das Land stemmt nun 200.000 Euro, der TVB Osttirol 50.000 Euro und die 16 Gemeinden, für die die Bergrettung Lienz zuständig ist, 241.000 Euro, wobei von den Kommunen den größten Anteil die Stadt Lienz mit rund 101.000 Euro zahlt, erklärt Thomas Zimmermann, Obmann der Bergrettung Lienz. Für die verbleibenden Kosten – knapp 90.000 Euro – komme die Bergrettung mit Eigenleistung selbst auf.
Die Bergretter freuen sich auf das neue Heim, platzt doch der aktuelle Stützpunkt längst aus allen Nähten. Das Hauptproblem sei aber die prekäre Parkplatzsituation, erklärt Zimmermann. Am neuen Standort ist dann beides Geschichte, zudem wird der Bau modernsten Standards entsprechen. So wird es etwa endlich auch einen eigenen Funkraum und eine Schmutzschleuse geben. „Wir hoffen, im Spätherbst übersiedeln zu können“, so Zimmermann.
Der verspätete Spatenstich mit LHStv. Josef Geisler erfolgt übrigens voraussichtlich am 18. April.
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