Natur

Borkenkäfer verursachten große Schäden in Tirols Wäldern

Ein kleiner Käfer mit großer Wirkung.
© Thomas Böhm

Im vergangenen Jahr wurden in den Wäldern Tirols rund 115.000 Festmeter Holz durch den Borkenkäfer vernichtet.

Innsbruck –Wind und Wetter sind zwei zentrale Faktoren, die die Ausbreitung des Borkenkäfers beeinflussen. Befindet sich etwa nach einem schneereichen Winter besonders viel Schadholz in den Wäldern und wird dieses nicht rechtzeitig aufgearbeitet, dann ist die Tafel für den Schädling bereits im Frühjahr gedeckt. Aber auch Windwürfe begünstigen, dass sich Borkenkäfer rasch vermehren können und dann große Schäden anrichten. Im vergangenen Jahr gingen in Tirol von insgesamt 420.000 Festmetern Schadholz mehr als ein Viertel auf das Konto des Borkenkäfers: 115.000 Festmeter waren von dem Insekt befallen. Ein überdurchschnittlich hoher Wert, wie Landesforstdirektor Josef Fuchs sagt. Der Zehn-Jahres-Schnitt bei Borkenkäferschäden liegt in Tirol bei rund 60.000 Festmetern.

Schuld an dem massiven Anstieg sei oft der Zufall, den Waldbesitzern wolle er keinen Vorwurf machen, erklärt Fuchs. Diese seien sehr bemüht, Schadholz möglichst rasch aufzuarbeiten. Trockenes und warmes Wetter würden die Fortpflanzung des Borkenkäfers aber sehr begünstigen. Zwar sei man im vergangenen Frühjahr davon weitestgehend verschont geblieben, der trockene Sommer und Herbst hätten jedoch den Insekten den Nährboden bereitet, sagt Fuchs und betont, dass sich die Tiere bei guten Bedingungen rasch und in einer großen Vielzahl vermehren: Ein Käferpaar produziere in der ersten Generation 3000 Käfer, bei einem zweiten Fortpflanzungszyklus seien es dann bereits 100.000 Käfer und im schlimmsten Fall bis zu eine Million Borkenkäfer. (np)