Mountainbike

Zwei Tiroler bei der „Tour de France der Mountainbiker“

Das Hill-Team mit dem Tiroler Extrem-Skifahrer Axel Naglich (Vordergrund) und dem burgenländischen Winzer Leo Hillinger kam zufrieden ins Ziel.
© Sportograf

Mit Ex-Marathon-Weltmeister Alban Lakata und Extrem-Skifahrer Axel Naglich stellten sich dem vielleicht härtesten Mountainbike-Etappenrennen.

Von Florian Madl

Innsbruck, Kapstadt – Für einige wenige geht es beim „Cape Epic“ in Südafrika, der „Tour de France der Mountainbiker“, nicht zuletzt um 13.684 Euro Preisgeld. Für die meisten der über 1000 Starter dieses Etappenrennens geht es allerdings vorrangig um das „Finisher-Shirt“, das nach sieben Tagen (651 Kilometer, 14.550 Höhenmeter) die Zielankömmlinge überreicht bekommen. Zu den Sieganwärtern zählte etwa der Osttiroler Ex-Marathon-Weltmeister Alban Lakata, am Ende mit seinem tschechischen Partner Kristian Hynek achtbarer Gesamt-Achter.

Zu denen, für die Dabeisein alles ist, gehört der Kitzbüheler Extrem-Skifahrer Axel Naglich. Der Rennleiter der Hahnenkammrennen nahm kürzlich den Klassiker, den man in seinem Leben „einmal gefahren sein muss“, mit Promi-Winzer Leo Hillinger in Angriff. Der Burgenländer wird für die Weinanbaugebiete am Westkap wohl wenig Augen gehabt haben ...

Naglich: „Es war schöner als erwartet“

Nach 37:30 Stunden (Schnitt: 17,36 km/h) lag das Duo 8:01 Stunden hinter den Siegern (Gesamtplatz 147/Masters-Kategorie Platz 40) – und Naglich war im Anschluss rundum glücklich: „Es war schöner als erwartet. Aber es war auch anspruchsvoll, staubig, sandig, heiß.“ 40 Grad Außentemperatur beendeten die Träume anderer Teilnehmer schon auf der ersten Etappe, 70 Teams schieden aus, von zwei Herzattacken wurde gesprochen.

Mountainbiken boomt am Kap

Einfach war es für die Teams nicht, Ausfälle konnte sich keiner der beiden Fahrer erlauben. „Es gilt die Regel, innerhalb von zwei Minuten zu bleiben“, erklärte Axel Naglich. Der 49-Jährige berichtete von „schweren Trails“, von „unheimlichem Speichenverbrauch“. Der Mountainbike-Sport boome rund um Kapstadt, wo sich selbst Senioren auf dem weit verzweigten Rad-Netz versuchen würden. Für Rennrad-Freund Naglich ging nach einigen Monaten Vorbereitung der Traum in Erfüllung, den ihm Ex-Profi Jörg Jaksche ins Ohr gesetzt hatte. „Wenn du ein Mountainbike-Rennen fährst, dann dieses.“ Zeit, sich ein neues Ziel zu suchen.