UN bestätigen Fund von 17 neuen Massengräbern im Kongo

Kinshasa/Genf (APA/dpa) - Im Kongo sind nach heftigen Kämpfen zwischen Rebellen und Streitkräften 17 weitere Massengräber entdeckt worden. E...

Kinshasa/Genf (APA/dpa) - Im Kongo sind nach heftigen Kämpfen zwischen Rebellen und Streitkräften 17 weitere Massengräber entdeckt worden. Ermittler der Vereinten Nationen bestätigten die Funde in der Region Kasai im Zentrum des Landes am Mittwoch. Damit wurden seit August vergangenen Jahres 40 Massengräber in dieser Region entdeckt.

Die neuen Gräber und Berichte von Gewalt zeigten den Horror, der sich dort in den vergangenen Monaten zugetragen habe, sagte UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, in Genf. 15 der neuen Gräber befänden sich nach UN-Angaben in dem Ort Tshimbulu, zwei in Tshsienke. In derselben Region sollen kongolesische Soldaten bei Kämpfen mit Mitgliedern der Kamwina-Nsapu-Miliz Ende März binnen weniger Tage 74 Menschen getötet haben. Den UN-Ermittlern vorliegenden Berichten zufolge, befanden sich darunter auch 30 Kinder.

Seit der Anführer der Rebellengruppe, Kamwina Nsapu, im August 2016 durch die Polizei getötet wurde, kommt es in dem Gebiet immer wieder zu Gewaltausbrüchen. Seine Anhänger versuchen, seinen Tod zu rächen und kämpfen gegen die ihrer Ansicht nach ungerechte Zentralregierung. Bei den Zusammenstößen wurden den UN zufolge bereits Hunderte Menschen getötet und rund 200.000 vertrieben.


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