NGOs weisen Schlepper-Vorwürfe der italienischen Justiz zurück

Rom (APA/dpa) - In der Flüchtlingsrettung engagierte Nichtregierungsorganisationen haben Vorwürfe der italienischen Justiz zurückgewiesen, m...

Rom (APA/dpa) - In der Flüchtlingsrettung engagierte Nichtregierungsorganisationen haben Vorwürfe der italienischen Justiz zurückgewiesen, mit Schleppern im Mittelmeer zu kooperieren. „LifeBoat weist jegliche Anschuldigungen vehement zurück, Kontakte zu Personen oder Organisationen zu haben, die im libyschen „Schleppergeschäft“ tätig sind“, teilte die NGO der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag schriftlich mit.

Sea Watch-Sprecher Ruben Neugebauer verurteilte die Anschuldigungen von Staatsanwalt Carmelo Zuccaro als „unangemessen“. „Er verbreitet falsche Vorwürfe hinsichtlich unserer humanitären Arbeit. Das beleidigt all unsere privaten Spender und alle Menschen, die unsere Arbeit ermöglichen.“

Die Kampagne des Staatsanwalts gegen die NGOs spiele in die Hände politischer Parteien, die versuchten, die Mittelmeerroute zu schließen, sagte Neugebauer weiter. Seine Organisation erwäge eine Verleumdungsklage gegen Zuccaro. Auch die NGO Jugend Rettet wies die Vorwürfe zurück.

Zuccaro hatte der italienischen Tageszeitung „La Stampa“ (Sonntag) gesagt, „Beweise“ dafür zu haben, „dass es direkte Kontakte zwischen einigen Nichtregierungsorganisationen und Schleppern in Libyen gibt“. Derzeit befinden sich mindestens zehn NGOs im Mittelmeer vor Libyen, darunter Jugend Rettet, Sea Watch, Sea-Eye, LifeBoat, SOS Mediterranee und Mission Lifeline aus Deutschland.

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