„Amadeus“-Awards: Alte Bekannte und ein „Jedermann“ siegreich

Pizzera & Jaus lieferten den Song des Jahres und sind bester Pop/Rock-Act - Doppelter Preisregen auch für Julian Le Play sowie Bilderbuch.

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Julian Le Play und Norbert Schneider (re.)
© APA

Wien – Ein „Jedermann“ hält nicht nur die Hochkultur auf Trab: Auch bei den diesjährigen „Amadeus Austrian Music Awards“, die Donnerstagabend im Wiener Volkstheater verliehen wurden, kam er zum Zug. Mit dem gleichnamigen Lied hat sich nämlich das Duo Pizzera & Jaus die begehrte Trophäe für den Song des Jahres abgeholt. Das Album des Jahres stammt wiederum von Julian Le Play („Zugvögel“).

Beide Acts hatten aber noch einen weiteren Grund zur Freude: Pizzera & Jaus wurden auch in der - bereits zuvor fest stehenden - Pop/Rock-Kategorie prämiert, während sich Julian Le Play auch Künstler des Jahres nennen darf. Sein Pendant ist mit Christina Stürmer nicht nur eine alte Bekannte, sondern die Rekordpreisträgerin beim Amadeus. Sie hält nun bei elf Auszeichnungen. Das Gefühl, auf der Bühne einen Preis entgegennehmen zu können, kennen auch die Burschen von Bilderbuch nur zu gut. Sie wurden heuer als Band sowie Liveact des Jahres prämiert.

Als bester Songwriter wurde Lemo für sein Stück „Himmel über Wien“ ausgezeichnet, den besten Sound hatte die oberösterreichische Sängerin Avec auf „What If We Never Forget“. Dafür durfte sich das Studioteam, bestehend aus Alex Pohn, Lukas Hillebrand, Markus Weiß, Martin Scheer und Mischa Janisch, feiern lassen. Den FM4-Award, der von den Hörern des ORF-Radios bestimmt wird, holte sich das Duo Leyya ab. Der verdiente Lebenswerkpreis ging unter großem Applaus der versammelten Galabesucher an Willi Resetarits.

Bereits bekannt waren die Gewinner der Genre-Kategorien - und auch hier gab es etliche bekannte Gesichter, die sich dem Blitzlichtgewitter stellten: Ernst Molden war in Sachen Jazz/World/Blues erfolgreich, an Andreas Gabalier kommt in der Volksmusik derzeit niemand vorbei, das Team DJ Ötzi und Nik P. ist im Schlager spitze. Wortgewandt zeigt sich Rapper Nazar, der in der Kategorie Hip-Hop/Urban siegreich war, für die harten Töne waren Serenity zuständig und als Electronic/Dance-Act reüssierte das Gespann Mynth. Mit immerhin fünf Gewinnchancen war Voodoo Jürgens ins Rennen gegangen, am Ende reichte es für den Tschocherl-Sänger immerhin für den Alternative-Preis. (APA)

Die Gewinner der 17. “Amadeus Austrian Music Awards“ im Überblick:

SONG des Jahres: "Jedermann" von Pizzera & Jaus

ALBUM des Jahres: "Zugvögel" von Julian Le Play

BAND des Jahres: Bilderbuch

KÜNSTLER des Jahres: Julian Le Play

KÜNSTLERIN des Jahres: Christina Stürmer

LIVEACT des Jahres: Bilderbuch

FM4-Award: Leyya

ALTERNATIVE: Voodoo Jürgens

ELECTRONIC/DANCE: Mynth

HARD & HEAVY: Serenity

HIP-HOP/URBAN: Nazar

JAZZ/WORLD/BLUES: Ernst Molden

POP/ROCK: Pizzera & Jaus

SCHLAGER: DJ Ötzi & Nik P.

VOLKSMUSIK: Andreas Gabalier

SONGWRITER des Jahres: Lemo für "Himmel über Wien" (Lemo)

TONSTUDIOPREIS "Best Sound": Avec - "What If We Never Forget"

Recording: Lukas Hillebrand, Alex Pohn, Markus Weiß

Mix: Lukas Hillebrand, Martin Scheer

Mastering: Mischa Janisch

Künstlerische Produktion: Lukas Hillebrand, Alex Pohn

LEBENSWERK: Willi Resetarits


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