Kitzbühel

Umbau des Tennis-Stadions hängt in der Warteschleife

© Hotter

Das Kitzbüheler Tennisstadion wird voraussichtlich erst im kommenden Jahr saniert. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe.

Von Miriam Hotter

Kitzbühel –Das in die Jahre gekommene Tennisstadion in Kitzbühel sollte eigentlich nach dem Konzert von Andreas Gabalier am 19. August saniert werden. Doch das Datum lässt sich voraussichtlich nicht halten, wie Herbert Günther, Präsident des Kitzbüheler Tennisclubs (KTC), der Tiroler Tageszeitung verrät. „Die Sanierung wird eher nächstes Jahr stattfinden.“

Die Gründe dafür sind unterschiedlich, einer davon ist, dass die Zusage für Fördermittel aus der öffentlichen Hand fehle. „Wir haben alles Nötige eingereicht, aber noch keine Antwort vom Sport­ministerium erhalten, weil die Zeit einfach zu kurz ist“, sagt Günther. Zudem stünde das offizielle Okay der Landesregierung zum Ausbau des Stadions noch aus. „Und es müssen erst Angebote von Planungsbüros eingeholt werden.“ All diese Dinge würden eine Sanierung noch in diesem Jahr unwahrscheinlich machen. Die Gespräche mit der Stadt Kitzbühel, dem TVB, dem Land Tirol und dem Sportministerium würden aber „exzellent“ verlaufen.

Das Tennisstadion gehört der Stadt Kitzbühel. „Wir haben aber vorgeschlagen, die Renovierung abzuwickeln. Dafür sollen wir die Rechte bekommen, das Stadion für die Dauer von 25 Jahren wirtschaftlich zu nutzen“, erklärt Günther. Die Stadt Kitzbühel bestätigt den Vorschlag. „Das muss aber noch in den Gremien behandelt werden“, sagt Pressesprecher Felix Obermoser.

Geplant ist eine komplette Renovierung des Stadions mit seinen insgesamt 5400 Sitzplätzen. „Die Sanitäranlagen sollen saniert werden, auch die Massageräume, der Pressebereich und die Umkleideräume“, erklärt Günther. Außerdem sollen auch die Büros auf Vordermann gebracht werden.

Zur Modernisierung des Stadions gehört auch die Errichtung eines 800 Quadratmeter großen VIP-Bereiches. „Dafür werden die obersten Sitzreihen der Westtribüne abgetragen, wodurch wir 400 Sitzplätze verlieren. Aber jede moderne Sportstätte hat einen VIP-Bereich.“ Eine Erweiterung des Stadion-Areals sei nicht geplant. „Es wird weder größer noch kleiner.“

Die Kosten für die Sanierung belaufen sich laut Günther auf rund fünf Millionen Euro, die sich die öffentliche Hand und der KTC aufteilen. Eine Investition, die ihre Berechtigung habe. „Jedes Jahr investieren wir 250.000 Euro in provisorische Sanierungsmaßnahmen“, sagt der KTC-Präsident.

Dieser Einsatz kommt vor allem dem ATP-Turnier (Generali Open) in Kitzbühel zugute, das heuer zum 73. Mal stattfindet. Der Kartenverkauf laufe sehr zufriedenstellend. „Auch wenn Dominic Thiem heuer nicht dabei ist, konnten wir im Vergleich zu 2016 heuer bereits um zwölf Prozent mehr Karten verkaufen“, freut sich Günther. Der Turnier-Umsatz betrug im vergangenen Jahr 3,5 Millionen Euro.

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