In Innsbruck setzen sich immer weniger ins Auto

Innsbruck – Die Zeichen in Sachen Mobilität in Tirols Landeshauptstadt stehen auf Autoverzicht. Das ist das Ergebnis einer Analyse, die der ...

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(Symbolbild)
© thomas boehm

Innsbruck –Die Zeichen in Sachen Mobilität in Tirols Landeshauptstadt stehen auf Autoverzicht. Das ist das Ergebnis einer Analyse, die der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) auf Basis von Daten der Statistik Austria durchgeführt hat. Bei dem Vergleich der Jahre 2010 und 2016 kommt der VCÖ zum Ergebnis, dass der Pkw-Motorisierungsgrad in Innsbruck rückläufig ist. Kamen 2010 noch auf 1000 Einwohner 442 Autos, so waren es im Vorjahr nur noch 423 Pkw – was einem Minus von 4,3 Prozent entspricht. Innsbruck liegt mit dieser Quote im österreichweiten Städtevergleich hinter Wien (371 Pkw/1000 Einwohner, minus 5,8 Prozent) an zweiter Stelle – vor Graz (464, -1,7 %) und Linz (502, -0,4 %). Eisenstadt hingegen hat im Verhältnis zur Einwohnerzahl die mit Abstand höchste Anzahl von Pkw, auf 1000 Einwohner kommen bereits 657 Pkw. Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl gibt es in Eisenstadt um 77 Prozent mehr Autos als in Wien.

Die Wienerinnen und Wiener legen immerhin bereits 73 Prozent ihrer Alltagswege mit Öffis, Fahrrad und zu Fuß zurück, in Innsbruck ist dieser Wert mit 70 Prozent am zweithöchsten und in Bregenz mit 60 Prozent am dritthöchsten.

Anders als in der Landeshauptstadt Innsbruck ist der Motorisierungsgrad im Bundesland Tirol gestiegen: Lag dieser 2010 noch bei 496 Pkw pro 1000 Einwohner, so weist die Statistik für 2016 526 Autos auf 1000 Einwohner auf. In Summe gab es 2016 rund 392.200 zugelassene Pkw, sechs Jahre zuvor waren es rund 350.800. Eine ähnliche Trendwende wie in Innsbruck könnte das Bundesland Tirol mit der Tarif-Reform und den neuen Jahrestickets erleben, heißt es seitens des VCÖ. Diese werde aber wohl erst in einigen Jahren in den Statistiken Niederschlag finden. (np, TT)

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