Kleine Meerjungfrau in Kopenhagen mit Farbe beschmiert
Wieder einmal wurde die berühmte Statue der Kleinen Meerjungfrau in Kopenhagen mit Farbe verunstaltet. Dieses Mal offenbar als Protest gegen den grausamen Walfang auf den Färöer Inseln.
Kopenhagen - Die Statue der Kleinen Meerjungfrau in Kopenhagen ist wieder einmal verunstaltet worden - dieses Mal offenbar von Tierschützern. Das Wahrzeichen der dänischen Hauptstadt sei "Opfer eines Akts des Vandalismus" mit roter Farbe geworden, teilte die Polizei am Dienstag über den Kurzbotschaftsdienst Twitter mit. "Wir sind an der Sache dran."
Die Zeitung "Politiken" veröffentlichte ein Foto dazu. Vor der Kleinen Meerjungfrau wurde demnach ebenfalls mit roter Farbe "Dänemark, verteidige die Wale der Faröer Inseln" geschrieben.
Die Faröer Inseln sind eine autonome dänische Inselgruppe im Nordatlantik. Dort gibt es bis heute die Tradition, Wale, vornehmlich Grindwale, in eine Bucht oder einen Fjord zu treiben und sie dort mit langen Klingen abzustechen.
Die Kleine Meerjungfrau sitzt seit 1913 auf einem Felsen in einer Bucht von Kopenhagen. Sie stellt die Figur aus dem gleichnamigen Märchen des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen dar. Die Statue gilt in Dänemark als nationales Kulturgut und ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten des Landes.
Immer wieder Opfer von Vandalismus
Seit den 1960er-Jahren wurde sie immer wieder zum Opfer von Vandalismus. Zwei Mal wurde die Kleine Meerjungfrau geköpft; einmal wurde ihr ein Arm amputiert. Auch mit Farbe wurde sie schon mehrfach verunstaltet. (APA, AFP)