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Schweinskopf: Verdächtiger angezeigt

Dieses Spanferkel verspeisten Gäste eines RFJ-Grillfests. Ob der Schweinskopf vor dem türkischen Kulturverein landete, prüfte die Polizei.
© Benjamin Kranzl/Facebook

Die Polizei hat nach der Schwazer Schweinskopf-Affäre einen Verdächtigen namhaft gemacht. Um wen es sich handelt, ist noch ein Amtsgeheimnis.

Schwaz –Die Schwazer Schweinskopf-Affäre beschäftigt jetzt auch die Innsbrucker Staatsanwaltschaft. Wie deren Sprecher Hansjörg Mayr auf Anfrage der Tiroler Tageszeitung bestätigt, „ist von der Polizei eine Anzeige eingelangt“. Die Ermittlungen seien noch im Laufen, die Anzeige richte sich gegen eine Person. Um wen es sich dabei handelt, verriet Staatsanwalt Mayr nicht.

Hansjörg Mayr (Staatsanwalt): „Von der Polizei ist eine Anzeige eingelangt, die auch den Namen einer verdächtigen Person enthält.“
© Thomas Böhm / TT

Wie berichtet, landete Ende Mai der Kopf eines Spanferkels auf dem Schwazer Grundstück des türkischen Kulturvereins ATIB. Das Landesamt für Verfassungsschutz nahm Ermittlungen auf. Die Beamten erfuhren dabei von einem Grillfest des Rings Freiheitlicher Jugend (RFJ), das wenige Stunden vor der „Sauerei“ ebenfalls in Schwaz stattfand und auf Facebook dokumentiert wurde. „Ramadan mit dem RFJ Schwaz“, lautete der Kommentar über den Fotos, die die Gästerunde und auch ein Spanferkel zeigten. Inzwischen ergaben Analysen, dass es der Kopf dieses Ferkels war, der auf das Vereinsgelände geworfen wurde. Ein RFJ-Gast gab auch zu, den Schädel nach dem Fest mitgenommen zu haben. Allerdings habe er den Kopf in einem Mülleimer entsorgt.

Ein Foto, das von der Überwachungskamera des Kulturvereins aufgenommen wurde, zeigt jedoch zwei Personen. Allerdings ist die Qualität so schlecht, dass eine Identifizierung kaum möglich ist. (tom)