Mordfall Lucile: Verdächtiger schweigt weiter beharrlich
Weiterhin hoffen die Ermittler in den Mordfällen Lucile K. und Carolin G., dass der tatverdächtige Rumäne sein Schweigen bricht. Bisher vergeblich.
Endingen – Schweigen. Weiter Schweigen. Der tatverdächtige Mann aus Rumänien, der im Zusammenhang mit dem Mord an Lucile K. in Kufstein und mit dem Mord an Carolin G. in Endingen/Deutschland Anfang Juni verhaftet wurde, „macht weiterhin keine weiteren Angaben zur Sache“, wie Dirk Klose von der Polizei in Baden-Württemberg erklärt. Auch die Tiroler Ermittler haben den Tatverdächtigen noch nicht einvernommen, wie Christoph Hundertpfund vom LKA bestätigt. Klose fügt hinzu: „Es gibt keine Terminierung der Einvernahme. Der Beschuldigte wird anwaltschaftlich vertreten und macht derzeit von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.“
Automatisierter DNA-Abgleich
Unterdessen laufen noch weitere Ermittlungen. Auch, ob der 40-jährige Rumäne noch weitere Taten begangen haben könnte. Standardprogramm hier: ein automatisierter DNA-Abgleich mit den international vorhandenen Datenbanken. „Manche haben bereits zurückgemeldet, andere brauchen etwas länger“, sagt Klose zum Zeitrahmen. Treffer sei bisher keiner dabei gewesen. DNA-Spuren hatten die Fälle in Deutschland und Tirol bekanntermaßen erst miteinander in Verbindung gebracht und schließlich den Verdächtigen überführt.
Weiterer Verdacht in Rumänien
Europaweit werden ähnliche Fälle untersucht. In Rumänien besteht laut Medienberichten der Verdacht, dass der Mann eine sexuell motivierte Messerattacke auf eine Prostituierte verübt haben könnte. Es kam damals aber zu keiner Haft bzw. Verurteilung. (mw)