Betrugsverdacht

Ex-Freund von Michaela Dorfmeister soll Millionen verzockt haben

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Laut einem Bericht des „Kurier“ sind Promi-Sportler und Konzernbosse unter den Geschädigten. Es geht um Schäden in Millionenhöhe. Der Verdächtige soll zuvor zwei Lotto-Gewinne im Casino „verzockt“ haben.

St. Pölten – Gegen Andreas P., den früheren Lebensgefährten der ehemaligen Skirennläuferin Michaela Dorfmeister, wird von der Staatsanwaltschaft St. Pölten wegen gewerbsmäßigen schweren Betrugs ermittelt. Karl Wurzer, der Sprecher der Anklagebehörde, bestätigte am Samstag der APA entsprechende Medienberichte. Aktuell sei von einer Schadenssumme von vier bis fünf Millionen Euro auszugehen, so Wurzer.

Es sei möglich, dass sich noch weitere Opfer des Verdächtigen melden und die Schadenssumme ansteige, gab Wurzer zu bedenken. Wie die Tageszeitung Kurier zuvor berichtet hatte, sollen sich unter den Geschädigten 15 bekannte Sportler, Konzernvorstände und Unternehmer befinden. Diese sollen dem mutmaßlichen Betrüger aufgrund seines Naheverhältnisses zu der angesehenen früheren Spitzensportlerin „blind vertraut“ haben. Über Dorfmeister soll der Verdächtige überhaupt erst Kontakt zu den Betroffenen bekommen haben, denen er angeblich ein „bombensicheres“ Geschäftsmodell mit Aussicht auf hohe Rendite versprach. Dem Vernehmen nach gab er vor, ausrangierte Industriemaschinen kaufen und im Ausland wieder verkaufen zu wollen.

Laut Kurier dürfte der Mann aber einen Großteil des Geldes im Casino verspielt haben. Möglicherweise war der Verdächtige spielsüchtig – er soll vor den angeblichen Täuschungshandlungen zwei Mal im Lotto gewonnen und die insgesamt 5,5 Millionen Euro im Casino „verzockt“ haben. Mittlerweile soll sich der Mann im Privatkonkurs befinden.

Dorfmeister, die ein gemeinsames Kind Andreas P. hat, bestätigte vor kurzem die Trennung von ihrem langjährigen Freund. „Ja, Andreas und ich haben uns vor Monaten getrennt – es war unausweichlich. Jeder geht seine eigenen Wege, unsere gemeinsame Tochter lebt bei mir“, so die 44-Jährige gegenüber der Tageszeitung Heute.

Zur Identität der Opfer des mutmaßlichen Schwindlers gab sich die Anklagebehörde bedeckt. Wurzer bestätigte lediglich, dass es sich um mehrere Opfer handle. Im Zuge des Ermittlungsverfahrens werde auch erhoben, was mit dem verschwundenen Geld passiert sei. Zu den Fragen, warum über den Mann ungeachtet der beträchtlichen Schadenssumme keine U-Haft beantragt wurde und ob der Verdächtige – wie in Medien behauptet – untergetaucht sei, gab es keine Auskunft. Für den Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung. (APA)