Von Pilz bis Willi: Kommen und Gehen bei den Grünen

Rund die Hälfte der 24 grünen Mandatare scheidet nach der Wahl im Oktober aus dem Nationalrat aus. Neue Gesichter wird es über die Bundes- und Landeslisten geben.

Auch bei den Tiroler Mandataren gibt es Veränderung: Georg Willi wechselt nach Innsbruck, wo er Bürgermeister werden will. Berivan Aslan ist stattdessen die Nummer eins auf der Landesliste.
© Thomas Böhm / TT

Wien – Egal wie die Nationalratswahl und der Konflikt mit Peter Pilz letztlich ausgeht, der grüne Parlamentsklub wird nach dem 15. Oktober in vieler Hinsicht anders aussehen als jetzt. Von den derzeit 24 Mandataren haben nur zwölf oder 13 eine einigermaßen gute Chance, im nächsten Nationalrat wieder vertreten zu sein. Neue Köpfe wird es über die Bundesliste, aber auch aus den Ländern geben.

Nicht mehr dabei sein werden neben Pilz auch Georg Willi (Tirol), Wolfgang Pirklhuber (OÖ), Birgit Schatz (Salzburg), Wolfgang Zinggl (Wien), Tanja Windbüchler-Souschill (NÖ), Bruno Rossmann (Bundesliste), Karl Öllinger (Wien), Eva Mückstein (NÖ) und Barbara Neuroth (Wien). Gabriela Moser rechnet sich über den dritten Landeslistenplatz in Oberösterreich Chancen aus, es wieder in den Nationalrat zu schaffen. 2013 kamen die Grünen auf 12,4 Prozent Stimmenanteil – ein Wert, der laut derzeitigen Umfragen außer Reichweite scheint.

Fix gesetzt sind Ulrike Lunacek als Spitzenkandidatin im Bund und in Wien, Werner Kogler (zweiter im Bund und in der Steiermark) sowie – in absteigender Reihenfolge – die weiteren auf der Bundesliste platzierten Personen: Christiane Brunner (sie ist auch Nummer eins im Burgenland, dort aber chancenlos), Julian Schmid, Alev Korun (auch Nummer fünf in Wien), Georg Bürstmayr, Irmi Salzer, Helene Jarmer und Daniel Landau.

2013 erreichten die Grünen sechs Bundeslistenmandate. Weil es drei der dort gelisteten schon über den Regional- bzw. Landeswahlkreis ins Parlament schafften, kamen schließlich neun Personen von der Bundesliste zum Zug. Einen Großteil ihrer Nationalratssitze, nämlich 16 der 24, schafften die Grünen über die Landeslisten, zwei weitere waren Grundmandate.

Aslan statt Willi Nummer eins in Tirol

In Tirol (zuletzt zwei Mandate) ist Berivan Aslan statt Willi, der nach Innsbruck wechselt, diesmal Nummer eins. Dahinter folgt – neu – Thomas Haidenberger. In Wien, wo die Grünen 2013 fünf Mandate ergatterten, ist Ulrike Lunacek Spitzenkandidatin. Dahinter folgt Klubobmann Albert Steinhauser, gefolgt von der Tirolerin Sigrid Maurer. Neu ist Markus Koza, Vorsitzender der Unabhängigen Gewerkschafter im ÖGB, als Vierter. Platz fünf belegt Alev Korun; den gleichen Rang hat sie auch auf der Bundesliste inne.

Niederösterreich entsandte bei der letzten Wahl drei Personen, hier kandidieren diesmal der schon bisher vertretene Dieter Brosz sowie – neu – Ulrike Fischer und Elisabeth Götze ganz vorne. In der Steiermark erreichte man 2013 zwei Mandate, eines davon war ein Grundmandat in Graz und Umgebung. Dieses peilt Judith Schwentner an, die auch erste auf der Landesliste ist. Dahinter kandidiert Kogler.

In Oberösterreich (2013 drei Mandate) ist Ruperta Lichtenecker Spitzenkandidatin. Dem Vernehmen nach könnte sie auch Rang eins im Wahlkreis Linz-Umgebung anpeilen (ist ebenso wie die Regionalwahlkreis-Kandidatur in der Steiermark noch nicht entschieden), wo die Grünen 2013 ihr zweites Direktmandat schafften, über das Moser einzog. Diese ist diesmal nur als Nummer drei im Land gesetzt. Nummer zwei ist – neu – Clemens Stammler.

In Salzburg ist statt Birgit Schatz diesmal Christine Steger für das eine bisherige Mandat gesetzt. Fixstarter in Vorarlberg ist erneut Harald Walser, in Kärnten Matthias Köchl. (APA, TT.com)


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