Am Kramsacher Krummsee bleibt das Strandbad zu

Besitzer sperrte den Krummsee bis auf Weiteres zu. Hotelbau bleibt in der Warteschlange, die Widmung dafür ist noch nicht bestätigt.

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Von Wolfgang Otter

Kramsach –Jahrzehntelang war der Krummsee in Kramsach ein besonderes Juwel unter den Badeseen Tirols. Bis aus Innsbruck reisten die Gäste an, um sich im glasklaren Wasser abzukühlen. Trotz der Sommerhitze müssen die Baderatten derzeit wieder enttäuscht abziehen, ohne ins Wasser springen zu können. Der im Privatbesitz befindliche Krummsee bleibt nämlich heuer geschlossen. Ein ganz klares Zeichen dafür ist das Gitter, das um das Gasthaus und den Eingang in das Seebad angebracht ist.

Besitzer Toni Sommeregger hat den Badebetrieb eingestellt, „weil er sich nicht mehr rentiert hat“, wie er auf Anfrage der TT erklärt.

„Wenn man in zehn Jahren zwei gute hat, kann man zufrieden sein“, zeigt der Kramsacher das Problem von Freibädern in unseren Breiten auf. Außerdem, so Sommeregger, sei ein privates Freibad in Konkurrenz mit den öffentlichen Bädern aus Sicht der Eintrittspreise kaum noch wirtschaftlich zu führen. Und es gibt laut Sommeregger noch einen Grund: Es bestehe eine Option mit einem Unternehmer für den Bau eines neuen Hotels auf dem Gelände.

Für Kramsachs Bürgermeister Bernhard Zisterer ist die Betriebsschließung „ewig schade“, wie er erklärt. Nicht nur für den heimischen Badegast, sondern auch für die Urlauber. Er habe im Namen der Gemeinde alles versucht, um die Betriebsschließung abzuwenden, es sei ihm aber nicht gelungen, bedauert der Bürgermeister. Was das Hotel betreffe, habe die Gemeinde bereits die entsprechende Widmung beschlossen, aber es fehle dafür das grüne Licht seitens des Amtes der Landesregierung.

Der Eingang zur Badeanstalt ist mit einem Gitter versperrt.
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