Felssturz im Ötztal: Ehepaar hatte „null Chance“

Längenfeld – Nach dem tragischen Felssturz vom Sonntag, bei dem ein einheimisches Ehepaar getötet wurde, konnte Landesgeologe Gunther Heißel...

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Längenfeld –Nach dem tragischen Felssturz vom Sonntag, bei dem ein einheimisches Ehepaar getötet wurde, konnte Landesgeologe Gunther Heißel gestern die Abbruchstelle bei einem Erkundungsflug besichtigen. „Es handelte sich wohl um einen rund drei Kubikmeter großen Block, der abgebrochen war. Und schon beim ersten Aufprall dürfte der Block in kleine Teile zerbrochen sein.“ Für den Geologen ist klar: „Das Ehepaar hatte null Chance.“

Höchstens drei, vier Sekunden Zeit seien nach dem Abbruch vergangen. Die beiden Ötztaler waren nicht unweit der Abbruchstelle gefunden worden. Alles im „hochalpinen Gelände“, wie Heißel erklärte. Der schmale Steig, auf dem die beiden unterwegs waren, sei kein eingezeichneter Weg. Insofern wurde der Pfad auch nicht gesperrt.

Das Regenwetter der vorangegangenen Tage dürfte schlussendlich wohl zum Felssturz geführt haben, erklärt Heißel. „Es waren auch noch Wasseraustritte zu sehen“, sagte er. Und eine Latsche auf dem Felsblock habe zusätzlich dafür gesorgt, dass noch mehr Wasser eindringen konnte. (mw)

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