Haus Hohenzollern lässt Kunstschätze in London versteigern

Berlin (APA/dpa) - Das Haus Hohenzollern lässt wertvolle Kunstschätze aus dem Besitz des deutschen Adelshauses in London versteigern. Nach d...

Berlin (APA/dpa) - Das Haus Hohenzollern lässt wertvolle Kunstschätze aus dem Besitz des deutschen Adelshauses in London versteigern. Nach dem Auktionskatalog von Sotheby‘s standen für Mittwochabend rund ein Dutzend Stücke zum Verkauf, darunter zwei Kandelaber aus dem Rittersaal des Berliner Schlosses für einen Schätzpreis von umgerechnet 950.000 bis 1,43 Millionen Euro.

Weiters gelistet ist etwa ein silbernes Trinkgefäß des Großen Kurfürsten in Gestalt eines 66-Enders, veranschlagt auf 296.000 bis 415.000 Euro. Ein Sprecher von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) nannte es auf Anfrage äußerst bedauerlich, dass sich das Adelshaus entschieden habe, „national wertvolle Kunstwerke“ im Ausland zu einem Höchstpreis zu versteigern. Die Hohenzollern seien nicht bereit gewesen, mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten direkte Verkaufsverhandlungen zu führen und die Objekte damit für die Allgemeinheit hier zu sichern.

Der Prinz von Preußen, Chef des Haus Hohenzollern, sagte der dpa, die Familie habe sich in diesem Fall bewusst für einen öffentlichen Verkauf entschieden, der allen Interessierten die Gelegenheit zur Teilnahme gebe. Von einem stillen Verkauf habe man bewusst abgesehen. „Das und die Beweggründe wurden im Vorfeld auf persönlicher Ebene zwischen dem Prinzen von Preußen und den Verantwortlichen einzelner Museen direkt erörtert“, teilte er mit.

(S E R V I C E - www.sothebys.com)

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