Wolff warnt vor Spielberg: „Es kann erneut krachen“

Noch bevor es am Donnerstag an den Red-Bull-Ring in die Obersteiermark geht, hat sich Toto Wolff, seines Zeichens Mercedes-Motorsportchef, Zeit für die TT genommen.

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Toto Wolff.
© gepa

Wie geht es Ihnen vor dem rotweißroten Gastspiel?

Toto Wolff: Ich bin relaxed. Im Grunde genommen müssen wir in Spielberg, wie auf jeder anderen Strecke, bei null starten und das beste Set-up finden.

Ist die Anspannung noch höher, weil es sportlich heue­r so eng hergeht?

Wolff: Es ist anders, sagen wir so. Bisher war es stets ein team­interner Kampf. Jetzt heißt der Gegner Ferrari. Die Rivalität ist sehr groß.

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Der Österreich-Grand-Prix war seit dem Comeback stets eine Mercedes-Strecke.

Wolff: Schon, aber die Autos sind anders und die Reifen sind neu. Beispielsweise hat Ferrari im vorigen Jahr in Baku (AZE) nicht brillieren können, heuer waren sie sehr stark. Man muss abwarten.

Werden Sie beim Heimspiel noch mehr herumgereicht?

Wolff: Ja, das mediale Interesse ist extrem hoch.

Wie gefällt Ihnen die neue Formel 1?

Wolff: Es ist eine große Herausforderung, der wir uns an jedem Rennwochenende neu stellen müssen. Aber der Spaßpegel ist nach wie vor sehr hoch und wir sind hungrig. (lacht)

Das WM-Duell Vettel (GER) gegen Hamilton (GBR) hat in Baku an Fahrt aufgenommen. Kann es in Spielberg erneut krachen?

Wolff: Ja, es kann erneut krachen. Die beiden werden sich nun immer öfter begegnen. Da ist eine Freundschaft einfach fast unmöglich.

Tirol hat mit Lucas Auer ein heißes PS-Eisen. Wie realistisch sehen Sie seine Chance auf ein Formel-1-Cockpit?

Wolff: Für mich ist wichtig, dass Lucas sich primär auf die DTM konzentriert. Das ist die Hauptaufgabe. Alles andere wird sich danach ergeben. Pascal Wehrlein (GER) hat es Lucas vorgemacht – er hat nach dem DTM-Titel sein­e Formel-1-Chance bekommen.

Das Gespräch führte Daniel Suckert


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