Kardinal Marx setzt bei „Ehe für alle“ auf Verfassungsrichter

München (APA) - Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, setzt auf eine weitere Erörterung der „Ehe für alle...

München (APA) - Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, setzt auf eine weitere Erörterung der „Ehe für alle“ beim Bundesverfassungsgericht. Beim Jahresempfang der Erzdiözese München verwies Marx laut Kathpress am Mittwochabend auf die Bundestagsrede von Papst Benedikt XVI. im Jahr 2011.

Darin habe das damalige Kirchenoberhaupt daran erinnert, dass es auch in einem demokratischen Rechtsstaat Bezugspunkte gebe, „die nicht von einer Mehrheit entschieden werden können“, „die man nicht dem sogenannten gesellschaftlichen Fortschritt überlassen kann“. Letzteres möge meist richtig sein, aber eben nicht immer.

Marx kündigte an, die Kirche werde sich weiter in politischen Streitfragen zu Wort melden, auch wenn ihre Position „manchmal sperrig“ sei und dem Zeitgeist widerspreche. Andererseits verstehe er die Kirche als „Zeichen der Hoffnung“. Es sei nicht ihre Aufgabe, „immer am Wegesrand zu stehen, zu lamentieren und den Menschen zu erklären, was sie alles falsch machen“.


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