Laut Anti-IS-Koalition: Mehr als 600 Zivilisten seit 2014 getötet

Washington (APA/AFP) - Bei Angriffen der US-geführten Koalition gegen die Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) sind mindestens 603 Zivil...

Washington (APA/AFP) - Bei Angriffen der US-geführten Koalition gegen die Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) sind mindestens 603 Zivilisten in Syrien und im Irak ums Leben gekommen. Die Koalition teilte am Freitag in Washington mit, das habe eine aktuelle Analyse der Luftangriffe seit Ende 2014 ergeben. Unabhängige Beobachter gehen von rund sieben Mal so vielen Toten aus.

Bei der Untersuchung wurden nach Angaben der Koalition Aussagen eigener Kampfjet-Piloten, Informationen in sozialen Netzwerken und Hunderte Beschuldigungen auf der Webseite Airwars.org ausgewertet. Airwars.org selbst, ein Kollektiv aus Journalisten und Forschern, geht von 4.354 getöteten Zivilisten im selben Zeitraum aus.

Beobachter sagen, die Koalition sei seit Donald Trumps Amtsantritt als US-Präsident risikobereiter geworden. Die US-Regierung betont dagegen, am Vorgehen habe sich nichts geändert.

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