G-20 - Papst warnt vor Bündnissen gegen Arme und Migranten

Mailand/Vatikanstadt/Hamburg (APA/Reuters) - Papst Franziskus hat die G-20-Staaten vor einem Schulterschluss zulasten von Flüchtlingen gewar...

Mailand/Vatikanstadt/Hamburg (APA/Reuters) - Papst Franziskus hat die G-20-Staaten vor einem Schulterschluss zulasten von Flüchtlingen gewarnt. Die G-20 machten ihm Sorgen, weil sie sich gegen Migranten in der Hälfte der Welt richteten, zitierte die italienische Zeitung „La Repubblica“ am Samstag das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche.

In der Flüchtlingspolitik stünden „den Armen, den Schwachen, den Vertriebenen und Ausgeschlossenen“ jene gegenüber, „die die Invasion von Migranten“ fürchteten. Er habe Angst vor „sehr gefährlichen Allianzen zwischen Mächten, die eine verzerrte Wahrnehmung der Welt haben: Amerika und Russland, China und Nordkorea, (Wladimir) Putin und (Bashar al-)Assad im Syrien-Krieg“.

Der russische Präsident Putin steht hinter dem syrischen Staatschef Assad, der seit Jahren einen Aufstand gegen seine Herrschaft niederzuschlagen versucht. Der Bürgerkrieg dort hat zahlreiche Menschen in die Flucht getrieben. Innerhalb der Europäischen Union herrscht Uneinigkeit darüber, wie mit dem Flüchtlingszustrom auch aus anderen Ländern umzugehen ist. Das Thema stand auf der Tagesordnung des G-20-Gipfels in Hamburg, der aber zunächst von Beratungen über Freihandel und Klimapolitik dominiert wurde.

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