Psychiatrische Betreuung im Gefängnis mangelhaft

Gerade einmal 25 Wochenstunden für die psychiatrische Versorgung stehen Insassen der Justizvollzugsanstalt Innsbruck zur Verfügung.

© thomas boehm

Von Nikolaus Paumgartten

Innsbruck –Zu wenig Psychiater in der Justizvollzugsanstalt Innsbruck. So lautet die Kritik der Volksanwaltschaft, die sie in ihrem jährlich erscheinenden Bericht im Rahmen der präventiven Menschenrechtskontrolle formuliert hat. Demnach verfügt das landesgerichtliche Gefangenenhaus – im Volksmund auch „Zieglstadl“ genannt – derzeit über eine psychiatrische Versorgung im Ausmaß von 25 Wochenstunden. Angesichts einer Belagsfähigkeit von 495 Haftplätzen bestehe in diesem Bereich jedoch weiter Handlungsbedarf, bemerkt die Volksanwaltschaft. Zwar sei auf ihre Empfehlung die Wochenstundenzahl im Jahr 2016 von 20 im Jahr 2015 auf eben die 25 angehoben worden, „damit kann aber nicht das Auslangen gefunden werden“, heißt es. Immerhin sei in der Justizanstalt Innsbruck eine gesonderte Maßnahmenabteilung für entwöhnungsbedürftige männliche Rechtsbrecher eingerichtet. Und „diese Insassen bedürfen in einem besonderen Ausmaß psychiatrischer Betreuung“, heißt es.

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