Trump: Zeit für konstruktive Zusammenarbeit mit Russland

Washington (APA/dpa/Reuters) - US-Präsident Donald Trump hält die Zeit für gekommen, die Diskussion über russische Wahlbeeinflussung hinter ...

Washington (APA/dpa/Reuters) - US-Präsident Donald Trump hält die Zeit für gekommen, die Diskussion über russische Wahlbeeinflussung hinter sich zu lassen. Das betonte er in einem Tweet am Sonntag wenige Stunden nach seiner Rückkehr vom Hamburger G-20-Gipfel, bei dem er auch ausführlich mit Kremlchef Wladimir Putin gesprochen hatte.

Man müsse sich jetzt „nach vorn bewegen“ und „konstruktiv“ mit Russland zusammenarbeiten, schrieb Trump. So habe er mit Putin auch den Aufbau einer gemeinsamen Sondereinheit zur Abwehr von Wahlmanipulationen im Internet erörtert. „Putin und ich haben darüber gesprochen, eine undurchdringbare Einheit für Sicherheit im Internet zu bilden.“ Verfälschungen von Wahlen und viele andere negative Dinge könnten dadurch abgewehrt werden

Als Beispiel für eine konstruktive Kooperation führte er die zusammen mit Russland und Jordanien ausgehandelte Waffenruhe im Südwesten Syriens an, die am Sonntag in Kraft trat. Trump wies auch darauf hin, dass er Putin bei dem Treffen mehrfach „energisch“ auf die Vorwürfe einer gezielten Einmischung in die US-Wahl angesprochen habe. Der russische Präsident habe die Anschuldigungen vehement zurückgewiesen.

Hintergrund des Tweets ist eine heftige Diskussion in den USA darüber, ob Trump bei dem Treffen mit Putin dessen Verneinung einer Wahleinmischung akzeptiert habe - wie das von russischer Seite nach der Begegnung berichtet worden war. US-Außenminister Rex Tillerson, der bei dem Treffen anwesend war, äußerte sich vor Journalisten nicht direkt zu dieser Darstellung, sagte aber, dass Trump sich entschlossen habe, zu anderen Dingen überzugehen, da von Russland kein Schuldeingeständnis zu erwarten sei.

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Kritiker werfen Trump vor, er habe Putin zu leicht davonkommen lassen. Auch in US-Medien wurde das Treffen überwiegend als ein Erfolg für Putin gewertet.


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