Hunderttausende Menschen bei CSD-Parade in Köln

Rund 80 Mottowagen und mehrere tausend Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle zogen am Sonntag durch Köln. Der Christopher Street Day lockt jährlich Hunderttausende Zuschauer in die deutsche Millionenstadt. Auch die kürzlich beschlossene Ehe für alle wurde gefeiert.

Feierlaune bei herrlichem Sommerwetter in Köln.
© dpa/AFP

Köln - Hunderttausende Zuschauer und ein großes Thema: Bei der Parade zum Christopher Street Day sind am Sonntag mehrere tausend Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle durch Köln gezogen. Bei sommerlichen Temperaturen feierten sie auch die Ehe für alle. "Das ist das ganz, ganz große Thema bei uns", sagte ein Sprecher der Veranstaltung.

Die Stimmung sei ausgelassen und friedlich, wegen des gerade beschlossenen Gesetzes auch "etwas feierlicher" als sonst. Auch die Auftaktredner, darunter die Kölner Bürgermeisterin Henriette Reker (parteilos), der Bundestagsabgeordnete Volker Beck und Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (beide Grüne) gingen auf das Gesetz ein, das der Bundesrat am Freitag gebilligt hatte.

Der Zug mit rund 80 Mottowagen zog am Nachmittag durch die gesamte Kölner Innenstadt. Die Veranstalter schätzten die Zuschauerzahl auf fast eine Million. Im Vorjahr hatten 950.000 Menschen an der größten CSD-Demonstration in Europa teilgenommen. Die Kundgebung stand in diesem Jahr unter dem Motto "Nie wieder".

Die Parade fand unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen statt. So erließ die Polizei wie schon beim zurückliegenden Karneval ein Fahrverbot für Lastwagen in der Innenstadt. (APA, AFP)

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