Tumor in Tiroler Spitälern zweifach fehlbehandelt

Mit Dauerfolgen und knapp 80.000 Euro Entschädigung endeten die Behandlungen einer HNO-Patientin. Erst wurde der offensichtliche Tumor nicht erkannt, dann falsch behandelt.

HNO-Dauerpanne: Nach mangelhafter Aufklärung wurde der Tumor auch nicht lege artis entfernt. (Symbolfoto)
© Keystone

Von Reinhard Fellner

Innsbruck –Die Tiroler dürfen auf ihre Krankenanstalten stolz sein. Trotzdem kommt es hin wieder zu ernüchternden Fehlleistungen. In einem nun durch das Landesgericht entschiedenen Fall erlebte eine Tiroler Tumorpatientin ihr blaues Wunder. Die Frau hatte sich 2008 an einen Arzt gewandt, da sie unter Atemproblemen im Nasenbereich gelitten hatte. Der sie darauf am einstigen BKH Hall behandelnde Mediziner hatte die alarmierende Computertomografie (CT) der Patientin aber offenbar gar nicht angesehen. Denn trotz eines offensichtlichen drei mal drei Zentimeter großen Tumors am Nasenboden verschrieb er Nasenspray und eine Kortisonsalbe. Nicht einmal die in solchen Fällen übliche Nasen-Endoskopie war durchgeführt worden.

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