Mehr als 50.000 Menschen in Somalia an Cholera erkrankt
Das Land erlebt derzeit die schlimmste Dürre seit Jahrzehnten. Die schlechten Hygienebedingungen und Wassermangel lassen die Ausbreitung der Cholera voranschreiten.
Mogadischu – In Somalia sind seit Jahresbeginn mehr als 50.000 Menschen an Cholera erkrankt. Dürre, Hunger und schlechte Hygienebedingungen gefährden Gesundheit und Leben von 6,7 Millionen Menschen im Land, warnte die Hilfsorganisation Care am Dienstag in einer Aussendung. Wasserknappheit und Nahrungsmittelunsicherheit führten zu einem erhöhten Risiko für die Ausbreitung von Krankheiten.
Die Hungerkrise in Somalia ist laut Care die schlimmste, die das Land seit Jahrzehnten erlebt hat. In den vergangenen drei Jahren hat es kaum geregnet, die aktuelle Dürre kostete aufgrund Krankheiten fast 800 Menschenleben. „Über 700.000 Menschen leben in Flüchtlingscamps mit sehr schlechten Hygienestandards und verunreinigtem Wasser. Dort ist das Risiko, an Durchfall oder Cholera zu erkranken, besonders hoch“, erläuterte Raheel Chaudhary, Länderdirektor von CARE Somalia. (APA)