„Defend Europe“

Schiff der Identitären soll auf Zypern festsitzen

Martin Sellner, Sprecher der österreichischen Identitären, im Hafen von Catania.
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Im Internet kursieren wilde Gerüchte über einen angeblichen Zwangsaufenthalt des Schiffs der rechtsextremen Mission „Defend Europe“ im türkischen Teil Zyperns.

Famagusta – Sie fühlen sich berufen, die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer und somit die Migration nach Europa zu stoppen. Doch bereits kurz nach Beginn ihrer Mission „Defend Europe“ wurde den rechtsextremen „Identitären“ auf ihrem Weg nach Sizilien zumindest eine Zwangspause in einem Hafen auf Zypern verordnet. Über den Grund für den Stopp herrschte zunächst Unklarheit. Fest steht jedenfalls, dass das Schiff C-Star derzeit im zypriotischen Famagusta im türkisch kontrollierten Teil der Insel vor Anker liegt. Das zeigen Boots-Überwachungsseiten im Netz.

Im Internet kursieren wilde Gerüchte, warum das Schiff auf Zypern festsitzt. Sogar von einer angeblichen Festnahme des Kapitäns wegen Verdacht auf Schlepperei ist die Rede. Die Bootscrew, Tamilen aus Sri Lanka, sollen um Asyl in Zypern angesucht haben, berichtet eine linke Internetseite. Die Seemänner gaben demnach an, für die Reise mit der C-Star bezahlt zu haben.

Zwischenfall mit Crew bestätigt

Auf Twitter erwähnte „Defend Europe“, dass es einen Zwischenfall mit der „asiatischen Crew“ auf einem Flughafen in Zypern gegeben habe. NGOs hätten versucht, die Crew davon zu überzeugen, auf Zypern Asyl zu beantragen. Eine offizielle Bestätigung für die Berichte gibt es bis jetzt nicht.

Die „Identitäre Bewegung“ will nach eigenen Angaben Migranten im Mittelmeer abfangen und sie zurück nach Afrika bringen. Das dafür gecharterte Schiff C-Star war vergangene Woche von ägyptischen Behörden am Suezkanal aufgehalten worden. Es durfte aber anschließend am Montag ins Mittelmeer weiterfahren. (TT.com)