Entgeltliche Einschaltung

Neuer Anlauf bei Arzler Schwarzbauten

Von Denise Daum...

  • Artikel
  • Diskussion
© Rudy De Moor / TT

Von Denise Daum

Entgeltliche Einschaltung

Innsbruck –In der unendlichen Geschichte rund um die Schwarzbauten aus den 60er-Jahren in Arzl-Ost wird das nächste Kapitel aufgeschlagen. Bei den Schwarzbauten handelt es sich um eine politische Altlast – nämlich um Widmungen, die später vom Verfassungsgerichtshof zu Fall gebracht wurden. Seit 2009 läuft ein Baulandumlegungsverfahren, wodurch diese Schwarzbauten saniert werden sollen. Wie berichtet, hätte der Innsbrucker Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Änderungsentwurf zum Örtlichen Raumordnungskonzept im Bereich Arzl-Ost beschließen sollen, setzte den Akt aber nach heftigen Diskussionen ab. Beschlossen werden sollte, dass beim zukünftigen Bauland mehr als 75 Prozent geförderter Wohnbau realisiert werden müsse. Gespießt hat es sich aber daran, wie mit dem Eigenbedarf umzugehen ist. Es bestand die Sorge, dass die Regelung über die Anmeldung von Eigenbedarf ausgenützt werden könnte, um mehr als 25 Prozent frei finanzierten Wohnbau zu realisieren.

Nun hat sich der Stadtsenat mit dem Bauausschuss mehrheitlich darauf geeinigt, dass 75 Prozent unter geförderten Wohnbau fallen müssen und Eigenbedarf sowie frei finanzierter Wohnbau zusammen nicht mehr als 25 Prozent ausmachen sollen. Geregelt werden soll dies bei jedem Projekt im Rahmen des Widmungsverfahrens. Die Grünen stimmten dagegen, sie wollten 100 Prozent geförderten Wohnbau.

Der Beschluss soll bei einem Sondergemeinderat am 9. August abgesegnet werden. Danach wird der Änderungsentwurf öffentlich aufgelegt. „In weiterer Folge wird es von den Grundbesitzern abhängig sein, zu welchem Ausgang das Grundzusammenlegungsverfahren führt. Scheitert dieses an einer fehlenden Einigung der Betroffenen, wird sich die Erschließung von Arzl-Ost um einige Jahrzehnte verschieben“, erklärt Bauausschussobmann Lucas Krackl (Für Innsbruck).

Die FPÖ stellt sich gegen „eine zwangsweise Widmung privater Grundflächen für den sozialen Wohnbau – in welchem Anteil auch immer. Es ist unredlich, den Grundeigentümern einen Gutteil des möglichen Widmungsgewinns zu unterschlagen“, erklärt Rudi Federspiel.

Jetzt eines von zehn Stand Up Paddle gewinnen

TT-ePaper 4 Wochen gratis ausprobieren, ohne automatische Verlängerung


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung