Rendi-Wagner ist Kerns Frau für alle Fälle
Die Gesundheitsministerin spielt im SPÖ-Wahlkampf eine zentrale Rolle. Ihr Name steht hoch im Kurs – etwa wenn es um die Häupl-Nachfolge geht.
Von Michael Sprenger
Wien –Pamela Rendi-Wagner ist das Atout in den Händen von Kanzler Christian Kern. Die Gesundheits- und Frauenministerin verfügt über hohe Sympathiewerte. Die hervorragend ausgebildete Medizinerin hat sich auch als Politikerin längst in Szene setzen und überzeugen können. Als Frauenministerin ist sie parteiintern anerkannt. Also wundert es wenig, dass sie bei wichtigen Auftritten immerzu in der Nähe von Bundeskanzler Christian Kern gesehen wird – oder, wie am Donnerstag, in die ZiB2 geschickt wird.
Spätestens mit der großen 1.-Mai-Kundgebung, als sie in der ersten Reihe auf der Bühne vor dem Wiener Rathaus Platz genommen hatte, wird die Ministerin zudem als gewichtiger Teil der Wiener Roten wahrgenommen. Für Rathaus-Astrologen wird seit dem 1. Mai auch immer wieder der Name Pamela Rendi-Wagner geflüstert, wenn es um die Nachfolge von Bürgermeister Michael Häupl geht. Sie steht außerhalb der verfeindeten beiden Lager in der Wiener SPÖ – und wäre so die ideale Kandidatin: Attraktiv, eloquent und außerhalb des Rathausklüngels.
Doch davon will Kern noch nichts wissen. Weil Rendi-Wagner soll im Kabinett Christian Kern II eine zentrale Rolle spielen.