Medien: Arabische Länder erwägen weitere Sanktionen gegen Katar

Anfang Juni hatten die Länder ihre Beziehungen zu Katar abgebrochen. Sie werfen dem Land vor, zu enge Beziehungen zum Erzfeind Iran zu unterhalten und Terrorgruppen zu unterstützen.

Die Hoffnungen von Katars Emir Al-Thani (Mitte) ruhen auf Kuwaits Scheich Sabah al-Salim al-Sabah (l.). Dieser ist um Vermittlung in der Krise bemüht.
© AFP

Dubai/Doha – In der Krise am Golf hat ein Bündnis aus vier arabischen Staaten Katar erneut zu einem Einlenken aufgefordert. Erst wenn Katar auf die 13 Forderungen der Allianz eingehe, könne ein Dialog über die Lockerung der Sanktionen beginnen, sagte Ägyptens Außenminister Sameh Shukri am Sonntag bei einer Pressekonferenz in Bahrain.

Die Außenminister von Ägypten, Saudi-Arabien, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten machten nach einem Treffen deutlich, dass es keine Kompromisse in der Katar-Krise gebe.

„Die Krise ist von großer Bedeutung für die Stabilität der Region“, sagte Bahrains Außenminister Sheikh Khalid bin Ahmed al-Khalifa. Angesichts der Weigerung Katars, auf die Forderungen einzugehen, sei er aber derzeit nicht optimistisch, dass die Krise schnell beendet werden könne.

Die vier arabischen Staaten hatten Anfang Juni ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und eine Blockade gegen das Land verhängt. Die Staaten forderten das kleine aber reiche Wüstenemirat unter anderem auf, Terrorismus zu bekämpfen, die Beziehungen zum schiitischen Iran zurückzufahren und seinen TV-Sender Al-Jazeera zu schließen. Sie werfen Katar vor, Terrorgruppen zu unterstützen. ( APA/dpa)


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