Abgesagtes Schürzenjäger Open Air: Schaden in sechsstelliger Höhe

Die Bühnentechnik der Schürzenjäger wurde am Samstag vom Unwetter stark beschädigt.

Wegen Starkregens musste das Festival zunächst unterbrochen und letztendlich abgesagt werden.
© evento stagedesign 2017

Von Angela Dähling

Finkenberg –„Der Schaden ist immens und liegt im oberen sechsstelligen Bereich“, zieht Fred Handwerker, Veranstalter des Schürzenjäger-Open-Airs am gestrigen Montag Zwischenbilanz auf dem regendurchweichten Gelände bei der Finkenberger Almbahn. Vor allem die aufwändige Bühnentechnik wurde durch Sturm, Hagel und Stark­regen beschädigt. „Dank einer Ausfallversicherung sind die Kosten gedeckt. Und die Fans kriegen entweder ihr Geld zurück oder können mit ihren auch schon entwerteten Tickets das Open Air am 4. August 2018 besuchen“, sagt Handwerker. Noch bis morgen dürften die Aufräum­arbeiten dauern.

Wie berichtet, musste das Schürzenjäger-Open-Air am Samstag gegen 17 Uhr wegen des Unwetters zunächst unterbrochen und dann ganz abgesagt werden. „Wir sind noch ein bissl durcheinander“, sagt Ur-Schürzenjäger Alfred Eberharter, als ihn die TT gestern telefonisch erreicht. Er war Samstagnachmittag mit seinen Bandkollegen gerade beim Biker-Corso in Mayrhofen: „Da wurde der Himmel über Finkenberg pechschwarz, wie ich es noch nie gesehen habe“, erzählt er. Eine Rückfahrt zum Open-Air-Gelände nach Finkenberg, wo die Band später hätte auftreten sollen und ein Kamerateam der ARD-Sendung „Brisant“ auf sie wartete, sei wegen diverser Straßensperren unmöglich gewesen. Auf der Open-Air-Bühne heizte gerade der fünfte Act der sieben Vorbands den Fans ein, als aus Sicherheitsgründen eine Evakuierung des Publikums in die Tiefgarage der Bergbahn angeordnet wurde. „Die Feuerwehr hatte das perfekt getimt, denn kurz danach ging es los mit dem Sturm und Hagel. Alles verlief ruhig. Die Fans feierten sogar in der Tiefgarage weiter, wo ZellBrass und Die Wadltreiber unplugged spielten“, sagt Al­fred Eberharter.

Die Open-Air-Absage sei schmerzhaft, aber unumgänglich gewesen. Auch der Keller der beiden Schürzenjäger-Alfreds (Junior & Senior) stand Samstag unter Wasser. Musiker, Fans und Nachbarn packten im Kampf gegen den Schlamm mit an, bevor die Band nachts noch nach Mainz aufbrach – für eine TV-Aufzeichnung am Sonntagmorgen. (ad)

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