Unwetter - Die meisten Blitze gab es am Wochenende in der Steiermark

Wien (APA) - Während der Unwetter, die am vergangenen Wochenende in der Steiermark, Salzburg und Tirol enorme Schäden verursacht haben, kam ...

Wien (APA) - Während der Unwetter, die am vergangenen Wochenende in der Steiermark, Salzburg und Tirol enorme Schäden verursacht haben, kam es vor allem in der Steiermark zu zahlreichen Blitzeinschlägen. So gab es rund die Hälfte aller Wolke-Erde-Blitze der vergangenen drei Tage mit 6.329 Einschlägen in der Steiermark, berichtete die Zentralanstalt für Meteorologie (ZG).

Das sei jedoch meistens so, sagte Thomas Wostal von der ZAMG. Denn die Steiermark gehöre zu den blitzreichsten Gegenden Europas und bekomme auch aufgrund ihrer Fläche zahlreiche Blitzeinschläge ab. Hier herrschen durch die südliche Lage und die Nähe zur Adria oft ideale Voraussetzungen für Gewitter - Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit.

In ganz Österreich schlugen von Freitag bis Sonntag 14.171 Wolke-Erde-Blitze ein, hieß es von der ZAMG unter Berufung auf Daten des österreichischen Blitzortungssystems ALDIS (Austrian Lightning Detection and Information System). Inklusive anderer Blitzentladungen wie z. B. sogenannte Wolke-Impulse - also Blitze in den Wolken - wurden am vergangenen Wochenende 130.757 Blitze gezählt.

Seit Jahresanfang schlugen in Österreich bisher rund 106.000 Mal Wolke-Erde-Blitze ein. Das liege knapp über dem langjährigen Durchschnitt, so Wostal. Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum weniger Blitzeinschläge (90.298), im Jahr 2015 mehr (121.708). Als Beispiel für ein sehr starkes Blitzjahr in jüngerer Vergangenheit führte Wostal zum Vergleich das Jahr 2012 an, in dem es im gleichen Zeitraum (von 1. Jänner bis 6. August) 180.085 Blitzeinschläge gegeben hatte.

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Zählt man auch andere Blitz-Entladungen dazu, blitzte es heuer in Österreich bereits etwas mehr als 805.000 Mal. Auch diese Zahl ist knapp über dem Mittel der letzten Jahre.


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