USA, Japan und Australien kritisieren China im Inselstreit

Peking/Manila (APA/AFP) - Im Konflikt um Gebiete im Südchinesischen Meer haben die USA, Japan und Australien die Regierung in Peking scharf ...

Peking/Manila (APA/AFP) - Im Konflikt um Gebiete im Südchinesischen Meer haben die USA, Japan und Australien die Regierung in Peking scharf kritisiert. In einer am Montag in Manila veröffentlichten gemeinsamen Erklärung der Außenminister bemängelten die drei Staaten, dass China ohne Unterlass künstliche Inseln aufschütte, auf denen Kampfflugzeuge und anderes militärisches Gerät stationiert werden könnten.

Sie kritisierten die fortlaufende „Landgewinnung“, „den Bau von Außenposten“ sowie die „Militarisierung“ der Region. Sie forderten einen rechtlich bindenden Verhaltenskodex für die Anrainer des Südchinesischen Meeres, was die Führung in Peking grundsätzlich ablehnt. China beansprucht praktisch das gesamte Gebiet für sich, in dem große Öl- und Gasvorräte vermutet werden.

Derzeit werden jährlich Schiffsgüter im Wert von fünf Billionen Dollar (etwa 4,2 Billionen Euro) über das Meer transportiert. Auch die ASEAN-Staaten Philippinen, Brunei und Malaysia sowie Vietnam erheben Ansprüche auf Teile des Seegebiets.

Bei dem Außenministertreffen der südostasiatischen ASEAN-Staaten in Manila erreichte China einen diplomatischen Erfolg: In der Abschlusserklärung wurde auf die Forderung verzichtet, „rechtlich verbindliche“ Regeln für das Südchinesische Meer einzuführen.

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~ WEB http://www.asean.org/ ~ APA307 2017-08-07/15:17


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