Kenia wählt neuen Präsidenten - Beobachter befürchten Gewalt

Nairobi (APA/dpa/AFP) - In einem angespannten Klima wählt Kenia am Dienstag unter anderem einen neuen Präsidenten. Nach einem harten Wahlkam...

Nairobi (APA/dpa/AFP) - In einem angespannten Klima wählt Kenia am Dienstag unter anderem einen neuen Präsidenten. Nach einem harten Wahlkampf zwischen Staatschef Uhuru Kenyatta von der Jubilee Partei und seinem Herausforderer Raila Odinga vom Parteienbündnis Nasa, die nach jüngsten Umfragen Kopf an Kopf lagen, haben sich rund 19,6 Millionen Kenianer für die Wahl registrieren lassen.

Beobachter befürchten, dass es zu gewaltsamen Zwischenfällen kommen könnte. Viele Menschen hätten aus Angst vor Gewalt die großen Städte verlassen, sagte die Kenianische Menschenrechtskommission. Bei der vorletzten Wahl 2007 kam es zu einer Welle der Gewalt, bei der mehr als 1.000 Menschen getötet wurden und rund 150.000 flüchteten. Am Dienstag werden 180.000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein, um die Wahl abzusichern.

Für Kenyatta, den Sohn des ersten Präsidenten Kenias, und Odinga, den Sohn des ersten Vizepräsidenten, steht viel auf dem Spiel. Die Wahl wird zudem überschattet von dem bisher ungeklärten Mord an dem Leiter des elektronischen Wahlsystems, Christopher Msando, vor einer Woche.

Neben dem Präsidenten und beiden Kammern des Parlaments wählen die Kenianer in den 47 Verwaltungsbezirken des Landes auch neue Gouverneure und Vertretungen. Vor allem ethnisch gemischte Bezirke seien anfällig für Gewalt, sagte Abdullahi Abdille von der Denkfabrik International Crisis Group. Ergebnisse müssen nach der Verfassung binnen sieben Tagen veröffentlicht werden.

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Damit kein zweiter Wahlgang nötig wird, muss der Wahlsieger mehr als 50 Prozent der Stimmen insgesamt erhalten und mindestens 25 Prozent in der Hälfte von Kenias Regionen.


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