Alltag an der Grenze: Staus, Schlepper und Schicksale

Ein Tag am Grenzübergang Kufstein/Kiefersfelden: Noch immer werden hier Monat für Monat 25 bis 30 Schlepper gefasst. Für die deutsche Polizei ist der Einsatz hier zum Alltag, aber nicht zur Routine geworden.

Für die Fahrzeuge geht es unter ein weißes Zelt bei der Raststätte nebenan, wo es intensive Kontrollen der Personen und Fahrzeuge gibt.
© TT/Rudy de Moor

Von Marco Witting

Kiefersfelden –Im Schritttempo nähert sich der blaue Fiat 500 mit italienischen Kennzeichen der Grenzkontrolle bei Kiefersfelden. Fünf Männer sitzen im Wagen. Ein Leihauto, mutmaßt der Polizist, der seine Augen hinter einer dunklen Sonnenbrille versteckt. Auf der Rückbank des Autos, das sieht man, als der Wagen näher kommt, quetschen sich drei stämmige, kahlgeschorene Männer eng aneinander. Der Beamte hebt seine Hand. Das Auto bleibt stehen. Ein paar Wortwechsel später deutet der Polizist nach rechts zu einem weißen Zelt. Dort sollen die Männer kontrolliert, der Wagen untersucht werden. Was jetzt noch niemand weiß: Sie werden dort über zwei Stunden stehen.

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