Weitgehend friedlicher Wahlauftakt in Kenia

Nairobi (APA/Reuters) - Die von Sicherheitsbedenken begleitete Präsidenten- und Parlamentswahl in Kenia hat weitgehend friedlich begonnen. V...

Nairobi (APA/Reuters) - Die von Sicherheitsbedenken begleitete Präsidenten- und Parlamentswahl in Kenia hat weitgehend friedlich begonnen. Vor einem Wahllokal am Rande Nairobis setzte die Polizei am Dienstag Tränengas ein, um eine ungeduldig wartende Menschenmenge auseinanderzutreiben, wie ein Reuters-Reporter vor Ort beobachtete. Ansonsten aber lagen keine Berichte über größere Zwischenfälle vor.

Auch große technische Probleme wie 2013, als es zu zahlreichen Fehlern bei den elektronischen Stimmabgabegeräten kam, blieben offenbar aus. Allerdings klagten einige Wähler im westlichen Kisumu, einer Hochburg des Kandidaten Raila Odinga, dass ihre Namen nicht im elektronischen Wahlregister erfasst seien.

Landesweit bildeten sich teilweise bereits in der Nacht lange Schlangen vor den Wahllokalen. Umfragen zufolge liegen Amtsinhaber Uhuru Kenyatta und sein Erzrivale und Gegenkandidat Odinga praktisch gleichauf. Mit ersten Ergebnissen wird frühestens am Mittwoch gerechnet. Der Sieger benötigt mindestens eine Stimme mehr als 50 Prozent.

Im Vorfeld der Wahl hatte die Opposition der Regierung mehrfach vorgeworfen, die Wahl manipulieren zu wollen. Gewaltsame Zwischenfälle und die Deportation von zwei ausländischen Beratern Odingas sorgten ebenfalls für Unruhe. Mehr als 150.000 Sicherheitskräfte sind im Einsatz, um zu verhindern, dass es in Ost-Afrikas größter Volkswirtschaft zu ähnlichen Ausschreitungen zwischen den Bevölkerungsgruppen wie vor zehn Jahren kommt. Damals wurden 1.200 Menschen getötet, 600.000 mussten aus ihren Wohnorten fliehen.

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