Austro-Exporteure spüren globale protektionistische Maßnahmen

Wien (APA) - Die Austro-Wirtschaft ist besonders exportorientiert. Für die Unternehmen sind dabei Zahlungsverzüge in Exportländern ein wicht...

Wien (APA) - Die Austro-Wirtschaft ist besonders exportorientiert. Für die Unternehmen sind dabei Zahlungsverzüge in Exportländern ein wichtiger Indikator. Wo diese steigen, folgt erfahrungsgemäß künftig auch die Rate von Zahlungsausfällen, erinnert der Kreditversicherer Acredia. Derzeit würden Versicherungsnehmer der OeKB Versicherung, die zu Acredia gehört, die globalen protektionistischen Maßnahmen spüren.

„Nicht nur die Weltwirtschaft leidet unter den internationalen Sanktionen, sie stellen auch unsere Exporteure und deren Abnehmer vor große Herausforderungen“, so Karolina Offterdinger, Mitglied des Vorstandes von Acredia Versicherung AG, in einer Aussendung am Dienstag.

Im zweiten Quartal sind Zahlungsverzüge in Russland verglichen zum ersten Quartal sprunghaft angestiegen. Erklärt wird das durch die Kreditversicherung mit der Talsohle, in der sich die russische Wirtschaft befinde. Die Ursachen dafür wiederum lägen vor allem in den internationalen Sanktionen, im zu niedrigen Ölpreis und in der Abwertung des Rubels.

Kanada ist indes erstmals in der Liste der Top-Ten-Länder zu finden, aus denen Zahlungen an österreichische Firmen am häufigsten ausbleiben. Trotzdem: „Auch wenn die derzeitige Unsicherheit zu einem Aufschub mancher Investitionsentscheidungen führt, bietet Kanada zukünftig verstärkte Chancen für österreichische Exporteure, besonders für jene aus der Fahrzeug- und Maschinenbranche“, so Offterdinger. Der US-Protektionismus und die Unsicherheit rund um NAFTA stärke grundsätzlich nämlich die Handelsziele zwischen der EU und Kanada.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung ab sofort bis auf Weiteres kostenlos digital abrufen

TT E-PaperTT E-Paper

Die häufigsten Verzüge gibt es bei Geschäften in der Türkei gefolgt von Saudi-Arabien und Rumänien sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten , China und Italien. Danach folgt Russland vor Österreich, Kanada und den USA, so Acredia, an der die Oesterreichische Kontrollbank AG zu 51 Prozent beteiligt ist.

~ WEB http://www.oekb.at ~ APA118 2017-08-08/10:31


Kommentieren