Oö. Leiharbeiter bekam zu wenig Lohn - AK erstritt 4.800 Euro

Linz/Wien (APA) - Die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich hat einem Hilfsarbeiter zu seinen Ansprüchen verholfen. Eine Leiharbeitsfirma musst...

Linz/Wien (APA) - Die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich hat einem Hilfsarbeiter zu seinen Ansprüchen verholfen. Eine Leiharbeitsfirma musste ihm 4.805 Euro ausbezahlen, weil er drei Monate lang zu wenig Lohn, keine Überstunden und keine Diäten vergolten bekam. Als sein Urgieren beim Arbeitgeber nichts half, wandte sich der Mann an die AK, teilte die Interessenvertretung in einer Presseaussendung am Dienstag mit.

Der Hilfsarbeiter machte die Firma mehrmals darauf aufmerksam, dass ihm laut Kollektivvertrag mehr Lohn zustehen würde. Der Chef ignorierte auch die gesetzlich festgelegte Auszahlung der Diäten und Überstunden. Nach drei Monaten hatte der Mann genug und beendete sein Arbeitsverhältnis mittels „berechtigten vorzeitigen Austritts wegen Entgeltvorenthaltung“.

Dann wandte er sich an die AK, die das Unternehmen schließlich klagte, nachdem alle Zahlungsaufforderungen nichts geholfen hatten. Da die Firma inzwischen Konkurs angemeldet hatte, musste der Insolvenzentgeltfonds einspringen. Nach sieben Monaten kam der Arbeiter zu seinem Geld.

Der oö. AK-Präsident Johann Kalliauer ortete gerade in der Leiharbeitsbranche viele Verstöße gegen das Arbeitsrecht und sah in Betriebsräten den besten Schutz für die Arbeitnehmer.

~ WEB http://www.arbeiterkammer.at ~ APA120 2017-08-08/10:41


Kommentieren