Nach Unwetter - Pioniere bauen drei Brücken in Steiermark wieder auf

Öblarn/Graz (APA) - 90 Bundesheer-Pioniere aus Villach haben nach den Unwettern am Wochenende am Dienstag in der Früh mit den Arbeiten zur W...

Öblarn/Graz (APA) - 90 Bundesheer-Pioniere aus Villach haben nach den Unwettern am Wochenende am Dienstag in der Früh mit den Arbeiten zur Wiederherstellung von Brücken bzw. zum Lösen von Verklausungen und Ausbaggern von Rückhaltebecken begonnen. Dies teilte das Militärkommando Steiermark mit. Durch die Wetterberuhigung sanken auch die Pegelstände der Flüsse, in Graz konnten einige Murwege wieder freigegeben werden.

45 Soldaten des Heeres standen mit zwei Hubschraubern des Typs Alouette III schon am Montag im Katastrophengebiet im Raum Öblarn und Donnersbachwald im steirischen Ennstal (Bezirk Liezen) im Einsatz. Die 90 Soldaten des Pionierbataillon 1 aus Villach begannen in der Früh mit Vorbereitungsarbeiten zur Wiedererrichtung von drei zerstörten Brücken in der Großsölk. Ferner standen das Ausbaggern eines Rückhaltebeckens im Raum Öblarn und das Lösen von Verklausungen im Walchenbach in Öblarn auf dem Arbeitsplan.

Die Soldaten vom Baupionier- und Katastrophenhilfeeinsatzzug des Militärkommandos Steiermark unterstützten am Dienstag weiter die Feuerwehren und private Helfer bei den Aufräumarbeiten in Donnersbachwald. Hier galt es, zwei vermurte Wohnhäuser freizuschaufeln und Schwemmmaterial sowie Treibgut mit einem Kranschaufel-Lkw abzutransportieren.

Insgesamt waren am Dienstagvormittag im Katastrophengebiet rund um Öblarn rund 140 Soldaten im Einsatz, zudem immer noch die Feuerwehren Mössna-St. Nikolai im Sölktal, Öblarn und Donnersbachwald sowie in Murau bzw. im Murtal die Wehren von Niederwölz und Pöls, letztere hatte Abpumparbeiten zu leisten. Das galt auch für die Freiwillige Feuerwehr in Kobenz. Hier half auch die Katastrophenhilfsdiensteinheit (KHD) Graz-Umgebung, eine KHD-Einheit aus Radkersburg unterstützte in Oberwölz bei den Aufräumarbeiten.

Der Rückgang des Pegels der Mur in Graz machte laut Magistrat die Rücknahme eines Großteils der verordneten Sperren möglich. Gegen 9.00 Uhr lagen die Werte bei rund einem Meter unter dem gestrigen Höchststand. Die Murpromenade in der Innenstadt blieb allerdings bis auf Weiteres gesperrt. Auch wurde die Sperre des Schererparks aufgehoben.

Sperren gab es noch auf einigen Straßen in der Obersteiermark. Die B75 Glattjoch Straße (B75) zwischen Niederwölz und Oberwölz war wegen eines Erdrutsches nicht passierbar. Eine Umfahrung war nur großräumig über das Katschtal oder Murau möglich. Ein Zufahren nach Oberwölz über St. Peter am Kammersberg war nicht möglich. Der nördliche Teil der Glattjoch Straße zwischen Donnersbachwald und Trautenfels war ebenfalls großteils gesperrt. Die Durchfahrt war nur von 5.30 bis 7.00 Uhr, von 12.00 bis 13.00 Uhr und von 18.00 bis 21.00 Uhr erlaubt.

Die L514 zwischen Schönberg und Oberzeiring ist in beiden Richtungen wegen eines drohenden Erdrutsch gesperrt, voraussichtlich bis zum Monatsende. Unpassierbar war vorübergehend auch die Seckauer Straße (L517) zwischen Kobenz und Bischoffeld. Eine örtliche Umleitung wurde über den Ortsteil Neuhofen eingerichtet. Auf längere Zeit gesperrt bleiben dürfte die Sölkpassstraße (L704) zwischen Stein an der Enns und Baierdorf, weil ein langes Straßenstück weggerissen wurde. Die Sanierungskosten wurden auf 4,5 Millionen Euro geschätzt. Nördlich der Passhöhe war die L704 von Gröbming bis St. Nikolai im Sölktal frei befahrbar.

Die Lambachbichlstraße (L513) zwischen Teufenbach und der Straßenkreuzung Russdorf ist wegen Brückenarbeiten bis 17. August gesperrt, eine Umleitung wurde eingerichtet.


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