„Washington Post“: Trumps Drohung könnte Atomkrieg provozieren

Washington (APA/dpa) - Nach der Drohung von US-Präsident Donald Trump, Nordkorea mit „Feuer, Wut und Macht“ begegnen zu wollen, warnt die „W...

Washington (APA/dpa) - Nach der Drohung von US-Präsident Donald Trump, Nordkorea mit „Feuer, Wut und Macht“ begegnen zu wollen, warnt die „Washington Post“ in ihrer Online-Ausgabe am Dienstag (Ortszeit):

„Seit dem Abwurf auf Hiroshima und Nagasaki vor sieben Jahrzehnten sind keine Atombomben mehr im Kampf eingesetzt worden. Dennoch ist die Gefahr, dass sie wieder eingesetzt werden, nie verschwunden. In den Jahren seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gab es zahlreiche Fehlalarme und brenzlige Situationen, die sich jederzeit wieder so ereignen könnten. Die Vereinigten Staaten und Russland haben Tausende startbereite Atomraketen. Das heißt, sie könnten binnen Minuten nach dem Befehl eines Präsidenten abgefeuert werden. Feinde wissen das.

Trumps Drohung mit „Feuer und Wut“ mag für amerikanische Ohren wie Übertreibung klingen, aber die Worte könnten von anderen vollkommen anders verstanden werden - wie etwa von Kim (Jong-un) als angriffslustigem Führer der Atommacht Nordkorea. Trumps Sprache könnte leicht missverstanden werden - er hat nicht genau gesagt, was zu „Feuer und Wut“ führen könnte außer den „Drohungen“ Nordkoreas. Das Resultat könnte eine Fehleinschätzung sein oder, Gott bewahre, der unbeabsichtigte Konfliktbeginn, vor dem die Welt sich schon seit Beginn des Atomzeitalters fürchtet.“

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