Deutscher Außenminister Gabriel besucht Flüchtlingslager in Uganda

Kampala (APA/AFP) - Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) ist zu einem Besuch in Uganda eingetroffen. Er landete am Mittwoch am Fl...

Kampala (APA/AFP) - Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) ist zu einem Besuch in Uganda eingetroffen. Er landete am Mittwoch am Flughafen von Entebbe, wie das Auswärtige Amt in Berlin im Onlinedienst Twitter mitteilte. Von dort aus will Gabriel in ein Aufnahmelager für Flüchtlinge aus dem Südsudan im Norden Ugandas weiterreisen. Das Rhino Camp ist momentan das Zuhause von mehr als 50.000 Geflüchteten.

Gabriel will dort Helfer und Flüchtlinge treffen, um sich aus erster Hand ein Bild von der Situation zu machen. Uganda ist derzeit Schauplatz einer der größten Flüchtlingskrisen der Welt. Aus dem von blutigen Kämpfen und Hunger geplagten Südsudan sind bereits mehr als 1,3 Millionen Menschen in das ostafrikanische Land geflohen, täglich strömen bis zu 2.000 Menschen über die Grenze.

Obwohl das Land selbst vor großen Probleme stehe, sei die Hilfsbereitschaft in Uganda enorm, erklärte das Auswärtige Amt. Uganda nehme nicht nur zahlreiche Flüchtlinge auf, sondern engagiere sich auch beispielhaft für deren Integration. Flüchtlinge müssen sich in Uganda nur kurz in Aufnahmelagern aufhalten. Dann dürfen sie sich frei im Land bewegen, arbeiten und bekommen sogar ein Stück Land zugeteilt.

Noch verhindere die Hilfsbereitschaft Ugandas eine Ausweitung der Krise, erklärte das Auswärtige Amt weiter. Gabriel wolle das Land daher noch stärker unterstützen. Deutschland hat den Angaben zufolge in diesem Jahr bereits mehr als 60 Millionen Euro Hilfe für Uganda bereitgestellt.

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Nach dem Besuch in dem Flüchtlingslager reist Gabriel in die Hauptstadt Kampala, wo er Präsident Yoweri Museveni treffen wird. Bei dem Gespräch soll es nach Angaben des Auswärtigen Amts auch um die Lage der Menschenrechte und der Pressefreiheit in Uganda gehen. Am Donnerstag reist der Minister dann weiter in den Südsudan.


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