NR-Wahl: „Presse“ verabschiedet VP-Kandidat Taschner als Kolumnist

Wien (APA) - Die „Presse“ verzichtet künftig auf ihren bisherigen Kolumnisten Rudolf Taschner, nachdem der Mathematiker am Dienstag seine Ka...

Wien (APA) - Die „Presse“ verzichtet künftig auf ihren bisherigen Kolumnisten Rudolf Taschner, nachdem der Mathematiker am Dienstag seine Kandidatur auf der ÖVP-Bundesliste bei der Nationalratswahl bekannt gegeben hat. „Nicht immer war ich mit ihm einer Meinung“, Taschner habe jedoch Debatten angestoßen, schrieb Chefredakteur Rainer Nowak am Mittwoch an die Leser.

Auch die Grünen beschäftigte am Mittwoch der schwarze Kandidat für die Funktion des Wissenschaftssprechers. Der Grüne Bildungssprecher Harald Walser zeigte sich in einer Aussendung irritiert über Taschner und forderte von ihm eine Distanzierung von seiner in einem Zeitungskommentar 2012 getätigten „Verharmlosung von physischer Gewalt an Kindern“. „Wer die sogenannte ‚gsunde Watschn‘ als ‚Gewitter mit dem kurzen, reinigenden Schmerz‘ bezeichnet, hat massiven bildungspolitischen Erklärungsbedarf“, stellte Walser fest und forderte eine Klarstellung des Wissenschafters.

Im heutigen „Standard“ erklärte Taschner auf die Frage, wie er zu den damaligen Aussagen steht: „Das ist selbstverständlich unmöglich. Das schreibe ich heute nicht mehr. Ich bin kein Journalist, ich bin jetzt auf der anderen Seite.“

~ WEB http://www.oevp.at

http://www.gruene.at ~ APA203 2017-08-09/12:30


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