Netzwerken mitten im Telfer Zirkuszelt

Telfs – Visitenkarten tauschen unter der Zirkuskuppel der Tiroler Volksschauspiele Telfs? Genau das war am Dienstag beim „Sommerlichen Abend...

© MG Telfs/Dietrich

Telfs –Visitenkarten tauschen unter der Zirkuskuppel der Tiroler Volksschauspiele Telfs? Genau das war am Dienstag beim „Sommerlichen Abend der Telfer Wirtschaft“ möglich. Schon zum vierten Mal lud die Marktgemeinde zu einem solchen Treffen, das vor allem die Vernetzung der Telfer Wirtschaft fördern soll. „Vor Einführung dieser Abende im Vorjahr gab es keine entsprechende Plattform“, meint GV Alexander Schatz, Obmann des Ausschusses für Wirtschaft und Ortszentrum.

Rund 120 Besucher aus Wirtschaft und Kommunalpolitik folgten der Einladung. Zunächst präsentierte BM Christian Härting wirtschaftsrelevante Neuigkeiten aus der Kommunalpolitik – etwa zum „Verkehrskonzept 2035“, das derzeit ausgearbeitet wird. Laut Verkehrserhebungen seien rund zwei Drittel der Autos im Ortszentrum reiner Durchzugsverkehr, so Härting, „die bringen der Wirtschaft wenig“. Ziel sei es, gemeinsam mit „Stakeholdern“ aus der örtlichen Unternehmerschaft ein „wirtschaftsförderndes“ Verkehrskonzept zu finden, das zugleich den Durchzugsverkehr aus dem Ortskern heraushalte. Zudem soll der Radverkehr gefördert und, zusammen mit den Gemeindewerken, ein E-Carsharing-Modell geschaffen sowie das Ladenetz ausgebaut werden. Zum Konzept ist noch ein drittes Bürgerforum geplant, dann ist die Politik am Zug.

Im Zirkuszelt gaben hernach Obmann Markus Völlenklee und Geschäftsführerin Silvia Wechselberger einen Einblick hinter die Kulissen der Tiroler Volksschauspiele. Wechselberger verwies auf Werbewert und Umwegrentabilität der renommierten Veranstaltung – Telfs werde im Ausland stark als Kulturgemeinde wahrgenommen – und zeigte die beachtlichen Dimensionen auf: Heuer sind bei den Volksschauspielen 70 Mitarbeiter tätig, die Hälfte direkt aus der Region. Völlenklee bekannte sich dazu, in Telfs „verschiedene Formen“ von Theater zu verfolgen: „Wir wollen nicht drei Bauernschwänke zeigen, sondern auch neues, kunstinteressiertes Publikum anziehen. Das macht unser Renommee aus.“ (md)

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