Toter Rekrut in NÖ: FPÖ und NEOS wollen Ergebnisse abwarten

Wien (APA) - Die FPÖ und die NEOS wollen im Fall des in Niederösterreich gestorbenen Bundesheer-Rekruten die Ergebnisse der vom Verteidigung...

Wien (APA) - Die FPÖ und die NEOS wollen im Fall des in Niederösterreich gestorbenen Bundesheer-Rekruten die Ergebnisse der vom Verteidigungsministerium eingesetzten Untersuchungskommissionen abwarten. Abgeordnete beider Klubs bedauerten am Mittwoch gegenüber der APA den Vorfall.

Der freiheitliche Wehrsprecher Reinhard Bösch zeigte sich zufrieden mit der Reaktion des Ministeriums. „Wir müssen das Ergebnis abwarten“, meinte er. Erst dann werde sich zeigen, ob das Unglück medizinische Ursachen hatte oder organisatorische Ausbildungsfehler schuld seien. Bösch glaubt auch, dass die parlamentarische Bundesheerkommission früher oder später in der Sache tätig werde.

Die NEOS sehen in erster Linie den Staat in der Verantwortung. „Gerade weil es sich um einen Zwangsdienst handelt, dürfen Missstände im Rahmen der Grundausbildung in keiner Weise toleriert werden“, sagte deren Jugendsprecherin Claudia Gamon. Der Todesfall müsse nun rasch und umfassend aufgeklärt werden, denn: „Wenn der Staat junge Männer zum Wehrdienst verpflichtet, dann hat er die volle Verantwortung für die Gesundheit der Grundwehrdiener zu leisten.“

Auch die verantwortlichen Organe und Ausbildner müssten dementsprechend handeln, forderte Gamon. „Sollte sich der Verdacht erhärten, dass dieser Fall durch verantwortungsbewusstes Handeln verhindert werden hätte können, ist eine umfassende Verbesserung des Ausbildungsbetriebes für NEOS unumgänglich.“

Die Grünen hatten bereits am Dienstag eine parlamentarische Anfrage an Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) angekündigt. Sie orten - auch im Zusammenhang mit einem Interview des Vaters eines anderen Rekruten in der Stadtzeitung „Falter“ - „eklatante Missstände im Rahmen der Grundausbildung beim Bundesheer“. An Doskozil wurden 41 Fragen gerichtet.

~ WEB www.neos.eu ~ APA261 2017-08-09/14:00


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