US-Börsen im Frühhandel schwächer

New York (APA) - Nach negativen Vorgaben aus Asien und Europa haben sich auch die US-Börsen am Mittwoch im Frühhandel mit Verlusten gezeigt....

New York (APA) - Nach negativen Vorgaben aus Asien und Europa haben sich auch die US-Börsen am Mittwoch im Frühhandel mit Verlusten gezeigt. Gegen 16.30 Uhr verlor der Dow Jones Industrial Index um 52,22 Punkte oder 0,24 Prozent auf 22.033,12 Zähler. Der S&P-500 Index gab um 5,35 Punkte oder 0,22 Prozent auf 2.469,57 Zähler nach. Der Nasdaq Composite Index fiel 33,76 Punkte oder 0,53 Prozent auf 6.336,70 Punkte.

Anleger suchen angesichts der geopolitischen Lage verstärkt nach sicheren Investitionsmöglichkeiten. Der Goldpreis stieg im Tagesverlauf von rund 1.262 Dollar pro Unze auf über 1.276 Dollar und der Schweizer Franken legte einen Sprung hin, wie schon seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Bereits am Vorabend hatte die Drohung von US-Präsident Donald Trump, auf weitere Provokationen mit „Feuer und Zorn“ zu reagieren, dazu geführt, dass der Dow Jones schlussendlich im Minus geschlossen hatte. Im Verlauf hatte er zuvor noch den bereits zehnten Handelstag in Folge einen Rekordstand erreicht.

Auf der Unternehmensseite sorgte Walt Disney einerseits mit einer enttäuschenden Umsatzentwicklung im dritten Geschäftsquartal für Aufsehen. Andererseits kündigte das Unternehmen an, künftig selber am Streaming-Markt mitzumischen und deshalb die Zusammenarbeit mit Netflix zu beenden. Die Aktien des Medienriesen sackten kurz nach Eröffnung um 4,44 Prozent ab. Die Papiere des Streaming-Diensts Netflix mussten ebenfalls Verluste von 2,37 Prozent hinnehmen.

Auch am Online-Reisemarkt lief es nicht nach Wunsch. Die Reisebewertungsportal TripAdvisor verlor 7,10 Prozent, während die Website Priceline sogar um 8,46 Prozent absackte. Beide enttäuschten in der laufenden Berichtssaison mit schwachen Ausblicken.

Erfreulichere Zahlen lieferte die Fastfood-Kette Wendy‘s. Die Anteilsscheine des McDonald‘s-Konkurrenten legten 2,79 Prozent zu, da bekannt wurde, dass die Quartalserwartungen übertroffen werden konnten.

Konjunkturdatenseitig ist die Lage heute äußerst spärlich. So wurde zwar bekannt, dass die Produktivität der US-Wirtschaft im zweiten Quartal deutlich stärker gestiegen ist als erwartet (plus 1,2 Prozent zum Vorjahr). Die Auswirkungen auf den Aktienmarkt sind jedoch moderat geblieben.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA374 2017-08-09/16:51


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