22.000 Gäste stürmten Telfer Bad

Die erwarteten Besucherzahlen wurden bisher klar übertroffen, technisch und organisatorisch gibt es aber noch „Kinderkrankheiten“.

© Darnhofer

Von Michael Domanig

Telfs –22.000 Besucher an den ersten 24 Badetagen, also im Schnitt fast tausend Gäste täglich: Der Andrang im neu eröffneten Telfer Bad habe die Erwartungen bisher „eindeutig übertroffen“, freut sich BM Christian Härting. „Wir haben im Vorfeld mit einer Auslastung von 100.000 Personen für das ganze Jahr gerechnet.“

In den ersten Wochen trat im über 16 Mio. Euro schweren Schmuckkastl aber auch die eine oder andere „Kinderkrankheit“ auf, noch läuft nicht alles reibungslos. Hauptproblem laut Bad-Geschäftsführer Markus Huber: nicht funktionierende Kassen- und Nachzahlautomaten. „Die Drehkreuze und Automaten fallen immer wieder aus, die Tickets und Bänder werden teils nicht richtig gelesen.“ Weil dies auch an besucherstarken Tagen passierte, kam es teils zu Wartezeiten – und einzelnen Unmutsäußerungen auf Facebook.

Die Techniker der Herstellerfirma waren laut Huber schon mehrfach vor Ort, „wir sind dran, diese Probleme rasch zu beheben“.

Auch mit dem ausführenden Generalunternehmer seien noch ein paar strittige Punkte zu klären, so BM Christian Härting, bei den Revisionsarbeiten im September müsse man die Baufirma „in die Pflicht nehmen“. So mussten Teile der Liegewiese gesperrt werden, weil das Regenwasser nicht versickerte. Grund dafür dürfte sein, dass der Boden von den Baufahrzeugen so stark verdichtet wurde, erklärt Härting. Ansonsten gibt es laut Huber und Härting noch Kleinigkeiten organisatorischer Natur – vom Zugang mit Kinderwägen in den Freibereich bis zum Thema Sonnenschirme –, die sich eben erst im täglichen Betrieb ergeben hätten. „Wir haben schon diverse Kritikpunkte aufgenommen und werden sie abarbeiten“, meint Härting. Über etwaige weitere Investitionen, etwa eine Beschattung für das Kinderbecken, müsse dann politisch entschieden werden.

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Bei den Parkplätzen gab es hingegen – anders als Skeptiker im Vorfeld erwartet hatten – bislang keine Probleme. Beim Bad selbst gibt es „nur“ 90 Stellplätze, diese hätten sich bisher aber als leicht ausreichend erwiesen, so Huber und Härting – zumal die nahen Parkgaragen beim Inntalcenter (510 Plätze) und Ärztehaus (180) von den Badbesuchern mitgenützt werden können.


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