Keine Pannen im neuen Alpbacher Congress

Alpbacher Congress-Konzept bewährt sich und ist inzwischen ein Vorzeigemodell. Die Buchungen für die nächsten zwei Jahre stimmen den Geschäftsführer optimistisch. Energiekosten sind auf niedrigem Niveau.

Thomas Zechner vom Forum freut sich über die Haustechnik.
© Zwicknagl

Von Walter Zwicknagl

Alpbach –Ein flaues Gefühl in der Magengegend hatte Georg Hechenblaikner beim Neustart des Congress Centrum Alpbach im Vorjahr. Denn mit dem Start des Forum Alpbach begann nach großen Investitionen im Kongresshaus eine neue Ära. „Die Frage, ob von der Technik her alles klappt, habe ich mir nicht nur einmal gestellt“, sagt er heute und freut sich über die Akzeptanz des Hauses. Der Veranstaltungskalender hat sich rasch gefüllt und auch für das nächste Jahr ist das Congress Centrum Alpbach stark gefragt. Selbst der Ausblick auf 2019 stimmt ihn optimistisch.

Vom 16. August bis 1. September hat nun das Forum Alpbach das Sagen. „Alles technisch Nötige wird schon seit der Vorwoche installiert“, erzählt der Geschäftsführer, der seit dem Jahr 2003 in diesem Metier ist. Und er rechnet auch heuer wieder mit mehr als 5000 Teilnehmern allein beim Forum.

„Die Investitionen von zehn Millionen in den Neubau und eine Million für den Altbestand haben sich gelohnt. Wir haben fünf Jahre an der Lösung gearbeitet. Denn schließlich wollten wir ein Haus, das der Markt braucht“, sagt Hechenblaikner. Ihm ging es vor allem auch darum, dass es keine Kluft zwischen dem Alt- und Neubestand gibt. Heute könne man Platz für 500 Personen mit parlamentarischer Bestuhlung, wie es im Fachjargon heißt, anbieten. 850 Personen wären es, wenn keine Tische benötigt werden.

Seit dem Jahr 2003 ist Georg Hechenblaikner Congress-Chef .
© Zwicknagl

Ins Schwärmen gerät der Kongress-Experte, wenn von den Energiekosten die Rede ist. 5000 Euro an Heizkosten für eine Nutzfläche von 2800 Quadratmetern sprächen für sich. Im Sommer gespeicherte Energie, die vor allem auch durch den Veranstaltungsbetrieb abgegeben wird, bilde eine Energiereserve für den Winter. 28 Bohrlöcher mit einer Gesamtrohrlänge von 3920 Metern für die Geothermie waren dafür erforderlich, um ein optimales Wärme-Kälte-System zu schaffen. Zudem wurde an der Fassade auf einer Fläche von fast 52 Quadratmetern eine Photovoltaik-Anlage installiert, wodurch jährlich 4063 Kilogramm Kohlendioxid-Emissionen vermieden werden.

Durch die Großinvestition bekam man auch die Parkplatzfrage in den Griff. Statt 28 Parkplätzen gibt es nun 113 im Congress. Im Verbund mit der gemeindeeigenen Tiefgarage im Spar-Markt werden weitere 90 Parkplätze angeboten. „Dass in die neue Garage auch Lkw einfahren können, ist ein großes Plus, wenn es um die Anlieferung sperriger Güter geht“, sagt der Geschäftsführer mit einem hörbaren Aufatmen.

Geschaukelt wird der Kongressbetrieb mit 13 Fix-Angestellten, während die Gastronomie verpachtet ist. Auch diese Sache laufe rund, vermerkt Geschäftsführer Hechenblaikner.

Wie bisher werde am Green-Meeting-Konzept festgehalten. „Damit wecken wir das Bewusstsein für Nachhaltigkeit bei Veranstaltern und Teilnehmern“, heißt es. Schließlich sei kaum etwas von den großen Baulichkeiten von außen zu sehen.


Kommentieren


Schlagworte