Börse Frankfurt weitet klare Vortagesverluste aus, DAX minus 0,13%

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach dem schwachen Vortag wegen des zugespitzten Nordkorea-Konflikts hat der deutsche Aktienmarkt am Donne...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach dem schwachen Vortag wegen des zugespitzten Nordkorea-Konflikts hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag zunächst weitere Verluste verbucht. Die Berichtssaison läuft unter Volldampf. Zugleich dämpft die Nordkorea-Krise weiter die Laune der Anleger.

Der DAX gab im frühen Handel um 0,13 Prozent auf 12.137,93 Punkte nach. Der MDax der mittelgroßen Werte verlor am Donnerstag 0,58 Prozent auf 24.739,40 Punkte.

Die Wall Street hatte am Vortag unter dem Eindruck der Nordkorea-Krise erneut im Minus geschlossen, im späten Handel allerdings ihre Verluste etwas eingedämmt. In Asien und hier vor allem in China rutschten die Kurse am Donnerstag weiter ab. Die Entwicklung an den Märkten in Fernost mache deutlich, dass eine potenzielle Auseinandersetzung zwischen Nordkorea und den USA immer noch als großes Risiko eingestuft werde, hieß es von der National-Bank. Daher scheuten die Anleger auch hierzulande zunächst das Risiko.

Zudem hält die Berichtssaison die Anleger mit zahlreichen Quartalszahlen von Vertretern aus MDax und TecDax in Atem. Mit dem Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp und dem Konsumgüterhersteller Henkel stehen zudem zwei Dax-Werte im Fokus.

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Thyssenkrupp gewannen an der Spitze im deutschen Leitindex rund dreieinhalb Prozent. Das Zahlenwerk sei besser als erwartet, sagte ein Händler. Der Markt warte nun aber auf eine Lösung für das europäische Stahlgeschäft.

Henkel indes fielen am DAXx-Ende um dreieinhalb Prozent. Ein Analyst bemängelte das schwache Umsatzwachstum aus eigener Kraft. Die Jahresziele habe der Konzern zwar bestätigt, aber mit einem vorsichtigen Unterton.

Schwächster MDax-Wert mit minus viereinhalb Prozent waren die Papiere des Spezialchemie-Konzerns Lanxess nach einem überraschend starken Gewinnrückgang im zweiten Quartal. Gleich hinter Lanxess ging es für die Anteile des Kupferherstellers Aurubis nach Zahlen in prozentual ähnlicher Größenordnung abwärts.

Im TecDax dämmten die Anteile von SLM Solutions ihre vorbörslichen Kursverluste von 11 Prozent auf zuletzt rund 6 Prozent ein. „Der 3D-Drucker-Hersteller hat im ersten Halbjahr erneut enttäuscht. Es wird nun ganz schwer, die Jahresziele noch zu erreichen“, sagte ein Börsianer.

Nach Vorlage von Geschäftszahlen schnitten dagegen die Aktien von Evotec unter den deutschen Tech-Werten mit einem Plus von mehr als 8 Prozent bisher am besten ab. Evotec profitierte von Meilensteinzahlungen aus Forschungsallianzen.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA116 2017-08-10/10:04


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