Konkurrenz schiebt der Reichenau die Favoritenrolle zu

Vor der neuen Saison in der UPC Tirol Liga gibt es einen großen Favoriten. Für viele Vereine bleibt das Ziel der Klassenerhalt.

Die Vertreter der UPC Tirol Liga-Vereine trafen sich am Mittwoch mit TFV-Präsident Sepp Geisler (Mitte), um über die anstehende Saison zu plaudern.
© Rudy De Moor

Von Alois Moser

Innsbruck –Der Start in die UPC Tirol Liga steht bevor, am Wochenende geht es endlich wieder los. Die Spannung steigt bei allen Beteiligten – und alle freuen sich auf eine „megalässige Saison“ (O-Ton Imst-Trainer Jürgen Soraperra). Nach einer spannenden Liga 2016/17, in der Kitzbühel, Telfs und die Reichenau bis zum Ende um den Titel kämpften, aber auch zeitweilig die halbe Liga im Abstiegskampf feststeckte, lässt sich auch von der am Wochenende beginnenden Saison einiges erwarten. Ein Faktencheck:

Die Favoriten: Die Rei­chenau wird von allen Befragten als der Favorit auf den Meistertitel genannt. Ein Anspruch, dem die Geadelten durchaus etwas abgewinnen können. „Wir wollen um den Titel mitspielen“, kleidet Trainer Gernot Glänzer die Ambitionen in Worte: „Am Ende der letzten Saison ist es super gelaufen. Ich hoffe, wir können das fortsetzen.“

Ein eingespieltes Team wurde prominent verstärkt, unter anderem kamen mit Stefan Milenkovic (Schwaz) und Lucas Peintner (Wacker Amateure) westligaerprobte Akteure. Die Stimmung passt: „Ich bin zuversichtlich.“ Der Verein will mittelfristig wieder eine Klasse höher angreifen: „Vielleicht können wir das heuer schon lösen.“ Der Titel wird aber keine „gmahde Wiesn“ für die Reichenauer: Vor allem Zirl und Imst, aber auch Telfs wollen ganz vorne mitmischen.

Während Zirl trotz namhafter Zugänge tiefstapelt (Trainer Jürgen Zimmermann: „Wir wollen ins vordere Mittelfeld.“), ist man in Imst optimistischer. „Ich denke, wir können vorne mitspielen, für ganz vorne sind wir aber wahrscheinlich zu unerfahren“, schätzt Trainer Jürgen Soraperra die Lage ein. Dabei ist vom Vierten der abgelaufenen Saison vor allem offensiv einiges zu erwarten: „Vorne sind wir brutal gut drauf, hinten hapert es noch ein wenig.“ Mit Samuel Krismer und Mathias Mimm wurden zwei Einheimische aus Wattens zurückgeholt: „Die helfen uns richtig weiter.“ Der Kampf um die vorderen Plätze wird laut Soraperra „brutal schwierig“.

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Auch Telfs will dabei mitmischen, auch wenn Trainer Werner Rott abwiegelt: „Dafür fehlt uns wohl die Tiefe im Kader. Wenn wir vom Verletzungsteufel verschont bleiben, ist aber sicher einiges möglich.“ Angepeiltes Ziel des Vizemeisters sind „die ersten sechs“. Vor allem das berufsbedingte Karriere­ende von Benjamin Hellbert schmerzt, dafür kam mit Michael Augustin (Wacker) eine „Bombenverstärkung“.

Das Mittelfeld: Hinter den Top vier tummelt sich das Gros der Mannschaften, für das es beim entsprechenden Saisonverlauf aber auch gut in die eine oder andere Richtung gehen kann. Hall und Kundl, die sich in der letzten Saison unter Wert verkauften, könnten durchaus einen Blick nach oben werfen. Auch Kematen und die Union werden auf einen guten Start hoffen, um anders als in der letzten Saison nicht wieder in unruhige Fahrwasser zu gelangen. Auch Silz/Mötz (Trainer Matic: „Wir wissen noch nicht genau, wo wir stehen.“) will sich einmal mehr behaupten.

Die Wundertüten: Mit dem SVI, Völs und Wattens II haben drei Mannschaften größere Umbrüche hinter sich. Während die Wattens Amateure das Schicksal jeder Zweier-Mannschaft erleiden, werden sich die neuformierten Völser und der SVI erst finden müssen. „Wir müssen uns als Team erst finden“, hält Christian Mautner, Teil der Völser Doppelspitze, die Marschrichtung fest.

Ähnliches gilt auch für den SVI, wo neben Trainer Markus Seelaus auch vieles andere neu ist. Die Abgänge vieler Stammspieler (u. a. Daniel Heissenberger, Andreas Schütz, Christoph Schiefer) sollen durch verjüngtes Personal aufgefangen werden: „Es wird sich zeigen, wie gut wir das kompensieren können.“ Angelegt ist der Umbruch als längerfristiges Projekt: „Wir wollen eine junge Mannschaft aufbauen, mit der wir in einigen Jahren vorne mitspielen können.“ Ein Vorhaben, das Gefahren birgt: „Ein Risiko ist natürlich dabei, wenn man was aufbauen will. Ich hoffe, wir kommen so schnell wie möglich hinten weg.“

Der Kampf gegen den Abstieg: Neben der einen oder anderen Mannschaft, die für eine Negativüberraschung sorgen könnte, wird vor allem Aufsteiger Zams, der bereits vor Saisonbeginn von Personalproblemen geplagt wird, zu kämpfen haben. Aber auch für die Mitaufsteiger Mayrhofen und St. Johann wird es laut Mayrhofens Trainer Reinhard Hofer „unheimlich schwer, in der Liga zu bleiben.“

Termine und TFV-Cup-Auslosung

UPC Tirol Liga, 1. Spieltag

Freitag:

18:30: Kematen – SVI, Union – Völs, Silz/Mötz – Zams. 19:00: Zirl – Hall. 19:30: Kundl – Mayr­hofen.

Samstag:

17:00 St. Johann – Telfs, Kirchbichl – Imst.

Sonntag:

11:00: Wattens Amateure – Reichenau.

Auslosung - Kerschdorfer-Tirol-Cup

3. Hauptrunde (Termin: 29. August):

Seefeld - Schwaz, Ibk. West - Union, Reutte - Imst, IAC - Kematen, Pitztal - Wörgl, Silz/Mötz - SVI, Matrei - Zirl, Völs - Telfs, Mayrhofen - Hall, Stumm - Kirchbichl, Steinach - Hippach, Ebbs - Kundl, Finkenberg - St. Johann, Fieberbrunn - Kitzbühel, Buch - Kufstein, Volders - Reichenau.


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