Europas Leitbörsen erneut im Minus, Nordkorea belastet weiter

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Donnerstagvormittag mit etwas schwächerer Tendenz gezeigt. Die deutlichen V...

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben sich am Donnerstagvormittag mit etwas schwächerer Tendenz gezeigt. Die deutlichen Vortagsverluste wurden damit ausgeweitet. Beherrschendes und belastendes Thema an den Finanzmärkten ist weiterhin die angespannte Lage zwischen den USA und Nordkorea.

Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.30 Uhr mit minus 0,24 Prozent bei 3.460,21 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 0,20 Prozent auf 12.142,89 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,53 Prozent auf 7.456,26 Punkte.

Japan hat Nordkoreas Drohung verurteilt, mehrere Raketen in Richtung der US-Pazifikinsel Guam abfeuern zu wollen. Eine mögliche militärische Auseinandersetzung zwischen Nordkorea und den USA wird von Analysten immer noch als Risiko eingestuft und führt bei den Anlegern zu einer Zurückhaltung bei den Aktienengagements. Experten sehen den Trend einer Flucht in als sicher geltende Anlageformen wie Gold oder Schweizer Franken.

Auf Unternehmensebene steht unverändert die laufende Berichtssaison im Fokus. Thyssenkrupp-Titel reagierten auf die Ergebnisvorlage mit einem satten Plus von 3,1 Prozent. Der Industriegüterkonzern hat im dritten Geschäftsquartal seinen Erholungskurs fortgesetzt. Auftragseingang, Umsatz und das bereinigte operative Ergebnis wuchsen im zweistelligen Prozentbereich und lagen über den Analystenerwartungen.

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Glencore-Aktien fielen ungeachtet guter Ergebnissen um 1,9 Prozent. Marktteilnehmer verwiesen auf die jüngste starke Performance der Titel. Der Rohstoffkonzern hat dank deutlich höherer Rohstoffpreise und seiner harten Umbaumaßnahmen wieder kräftig verdient. Der Gewinn habe in den ersten sechs Monaten knapp 2,5 Milliarden US-Dollar betragen.

Adecco-Anteilsscheine sackten in Zürich um 5,3 Prozent ab. Der weltgrößte Personalvermittler ist im zweiten Quartal etwas weniger gewachsen als erwartet. Von April bis Juni sind die um Arbeitstage bereinigten, aus eigener Kraft erwirtschafteten Erlöse um 6 Prozent auf 5,97 Mrd. Euro gestiegen.

Zalando befestigten sich um 0,7 Prozent. Die hohen Investitionen in den Ausbau seines Geschäfts bremsen den Onlinemodehändler. Im Gesamtjahr dürfte die bereinigte operative Marge nun in der unteren Hälfte der gültigen Prognosespanne von 5 bis 6 Prozent ausfallen. Hingegen sieht der Konzern den Umsatz in der oberen Hälfte der 2017 angepeilten Bandbreite von 20 bis 25 Prozent wachsen.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA126 2017-08-10/10:18


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